Gesundheit: Wenn das Herz stillsteht: Mit bloßen Händen Leben retten
Wenn der Partner oder die Kollegin zusammenbricht, kommt es auf jede Sekunde an.
Doch viele sind in Sachen Wiederbelebung unsicher.
Welche Folgen das hat - und welche Hoffnung auf der Jugend ruht.
Es ist ein unbeschwerter Sommertag , als Rebekka K. unvermittelt um das Leben eines Menschen kämpft.
Mit ihren kleinen Kindern will sie im Nürnberger Stadtpark gerade zum Spielplatz gehen. „Da habe ich auf der Wiese einen Mann hinfallen sehen - nicht alt, vielleicht 60 Jahre.
Der ist einfach umgefallen“, schildert sie anlässlich der diesen Montag beginnenden Woche der Wiederbelebung den einige Jahre zurückliegenden Notfall.
Statt wegzuschauen, lief die damals 32-Jährige hin.
Anfangs habe der Mann noch unverständliche Sätze von sich gegeben, erzählt sie. „Dann wurde er immer stiller und ruhiger und ist so auf die Seite gekippt.“ Während die Umstehenden panisch reagierten, fing K. mit der Herzdruckmassage an.
Warten auf den Rettungsdienst ist oft das Todesurteil Bis zu knapp 140.000 Menschen in Deutschland erleiden jedes Jahr außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislauf-Stillstand.
Viele können gerettet werden, wenn Angehörige, Freunde oder Kollegen richtig und vor allem sofort reagieren.
Doch bislang überlebt nur gut jeder Zehnte. „Wenn Sie bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand auf den Rettungsdienst warten, ist das fast immer das Todesurteil für den betroffenen Patienten“, betont der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Rats für Wiederbelebung, Bernd Böttiger.
Bleibt das Herz stehen, wird ein Mensch nach wenigen Sekunden bewusstlos.
Nach drei bis fünf Minuten fängt das Gehirn an, unwiederbringlich abzusterben.
Der Rettungsdienst ist aber oft erst später da.
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