Suche nach mehr als 1300 Vermissten nach Sturzflut am Himalaya - Acht Deutsche vermisst
Nach den verheerenden Sturzfluten im Himalaya suchen Rettungskräfte in Schlamm und Geröll nach mehr als 1300 Vermissten, darunter mindestens acht Deutsche und hunderte weitere Touristen aus aller Welt.
Bis Donnerstag wurden mehr als 270 Tote geborgen, die weitaus meisten davon in Nepal.
Experten warnten vor möglichen weiteren Flutwellen.
Eine riesige Sturzflut aus Wasser und Schlamm war am Mittwoch mehr als 160 Kilometer weit entlang zweier Flüsse durch Nepal gerast und hatte ganze Ortschaften mitgerissen.
Ursache war nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ein Gletscherabbruch.
Allein in Nepal wurden nach Behördenangaben mindestens 823 Menschen vermisst, darunter nach Angaben der Tourismusbehörde 517 Ausländer.
Unter ihnen sind demnach neben acht Deutschen auch Touristen aus Indien, den USA, Großbritannien, Australien und mehreren weiteren Ländern.
In China meldeten die Behörde mindestens drei Todesopfer.
558 Menschen werden demnach in der Region Tibet vermisst, darunter 260 Ausländer.
Rettungsteams versuchten, Überlebende aus dem Katastrophengebiet in Sicherheit zu bringen.
Helfer wateten auf der Suche nach Opfern durch Matsch und Schlamm.
Hubschrauber brachten Hilfsgüter und Medikamente ins Katastrophengebiet.
Die Sturzflut ergoss sich „wie ein Inlands-Tsunami“ fast 170 Kilometer weit entlang zweier Flüsse durch Nepal, wie die Umwelthistorikerin Ruth Gamble von der australischen Universität La Trobe schilderte.
Betroffen waren sieben Distrikte von Rasuwa im Norden bis nach Chitwan im Süden des Landes.
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