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Genitalverstümmelung: „Großes Tabu“ - Wie Binta Bah Frauen mit Beschneidung hilft

Stern ·
Genitalverstümmelung: „Großes Tabu“ - Wie Binta Bah Frauen mit Beschneidung hilft

Binta Bah floh als 15-Jährige aus Gambia, um einer Zwangsehe und Beschneidung zu entgehen.

Heute hilft sie Betroffenen von Genitalverstümmelung.

Warum solche Unterstützung immer mehr gebraucht wird.

Binta Bah kam als 15-Jährige ohne ihre Eltern nach Deutschland.

In ihrem Heimatland Gambia drohten ihr die frühe Zwangsehe mit einem älteren Mann und die Beschneidung .

Aus Angst davor und weil sie weiter zur Schule gehen wollte, floh sie.

Sie fand in Bremen eine neue Heimat.

Mit dem Thema Genitalverstümmelung (englisch Female genital mutilation, FGM) wurde sie dort in der afrikanischen Community immer wieder konfrontiert, schließlich gründete sie 2021 den Verein Lundu, der Betroffene unterstützt. „Es gibt Frauen, die in ihrem ganzen Leben noch nie darüber gesprochen haben.

Das ist für viele ein großes Tabu“, sagt sie.

Nach der Dunkelziffer-Schätzung des Vereins Terre des femmes waren im Jahr 2024 in Niedersachsen und Bremen mehr als 10.000 Frauen und Mädchen von Genitalverstümmelung betroffen, mehr als 2.000 gelten als gefährdet. „Wir beobachten, dass die Zahl steigt“, sagt Gina Krebs von Terre des femmes.

Das Thema werde immer relevanter.

Für Binta Bah sind daher die Aufklärung über die Folgen von FGM und auch die Prävention dringende Themen. „Wir hatten schon Anrufe von Lehrern, die sagten, dass Eltern angekündigt haben, Töchter im Herkunftsland beschneiden zu lassen.“ Genitalverstümmelung findet meist ohne Betäubung statt Die weibliche Genitalverstümmelung ist vor allem in Teilen Afrikas verbreitet, sie hat dort eine lange Tradition.

Oft entscheide sich eine Familie dafür, weil sie unter sozialem Druck stehe und finanzielle Einbußen befürchte: „Beschnittene Frauen haben bessere Heiratschancen“, sagt Franka Grapentin vom Diakonieverband Hannover-Land, die ebenfalls Betroffene berät.

Die Beschneidung findet meist ohne Betäubung statt.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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