Freitag, 9. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
› Artenschutz: Was kommt nach dem Brutrekord der Kakapos?› Köln-Star mit Klopp-Rückenwind - El Mala will diese Derby-Rechnung begleichen› Sie erfüllt viele Merkmale - Gina H. und die Psychopathen-Checkliste› „Sie war kerngesund“ - Top-Model stirbt mit 32 Jahren an Herzinfarkt› Schimmelgefahr! - Der richtige Standort für Ihren Kleiderschrank› Experte erklärt - Feuchte Geschirrtücher nicht einfach liegen lassen› Studien belegen - Das sagt Ihre Katze wirklich, wenn Sie miaut› Feature-Drop für Pixel Buds - Google verbessert seine Kopfhörer per Update› Paul Ronzheimer über die Putin-Schande - Erst Party mit Schröder, dann 70 Zivilisten töten› Milliardenflop Brückenturbo - Deshalb stehen Sie noch Jahrzehnte im Stau› Artenschutz: Was kommt nach dem Brutrekord der Kakapos?› Köln-Star mit Klopp-Rückenwind - El Mala will diese Derby-Rechnung begleichen› Sie erfüllt viele Merkmale - Gina H. und die Psychopathen-Checkliste› „Sie war kerngesund“ - Top-Model stirbt mit 32 Jahren an Herzinfarkt› Schimmelgefahr! - Der richtige Standort für Ihren Kleiderschrank› Experte erklärt - Feuchte Geschirrtücher nicht einfach liegen lassen› Studien belegen - Das sagt Ihre Katze wirklich, wenn Sie miaut› Feature-Drop für Pixel Buds - Google verbessert seine Kopfhörer per Update› Paul Ronzheimer über die Putin-Schande - Erst Party mit Schröder, dann 70 Zivilisten töten› Milliardenflop Brückenturbo - Deshalb stehen Sie noch Jahrzehnte im Stau
Deutschland

Analyse: Warum schreckt "rechtsextremistisch" nicht mehr ab?

Tagesschau Inland ·
Analyse: Warum schreckt "rechtsextremistisch" nicht mehr ab?

Analyse Erfolg der AfD Warum schreckt "rechtsextremistisch" nicht mehr ab? Stand: 15.09.2026 • 16:49 Uhr

Laut Verfassungsschutz sind Teile der AfD "gesichert rechtsextremistisch". Lange galt es als undenkbar, dass eine so eingestufte Partei in Deutschland Wahlen gewinnt. Sechs Erklärungsansätze, warum sich das geändert hat.

Nach Einschätzung des Rechtsextremismusforschers Matthias Quent gehört die AfD "zu den extremsten Rechtsaußenparteien Europas", der Verfassungsschutz stuft den Landesverband in Sachsen-Anhalt als "gesichert rechtsextremistisch" ein. In Sachsen-Anhalt hat sie dennoch einen überragenden Wahlsieg eingefahren. Warum wird die Partei gewählt? Sechs Erklärungsansätze mit Blick auf die Umfragen, die infratest dimap im Auftrag der ARD durchführt:

Es gibt im Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt Vorschläge, die sich auch in Programmen anderer Parteien finden könnten - was die AfD argumentativ gegen den Vorwurf nutzen kann, sie sei extrem. Die meisten Passagen lassen aber wenig Zweifel daran, dass die Partei sehr weit rechts steht. Vieles darin bleibt außerdem vage oder es widerspricht sich. Um nur ein Beispiel zu nennen: In der Schulpolitik will die AfD einerseits den Eltern mehr Freiheiten geben, andererseits sollen aber maximal 25 Prozent eines Jahrgangs aufs Gymnasium dürfen.

Dennoch sagt die Mehrheit der Menschen in Sachsen-Anhalt inzwischen: Bei vielen Themen hat die AfD mehr Kompetenzen als andere Parteien. Wie intensiv sich Wahlberechtigte mit den Parteiprogrammen beschäftigen, lässt sich durch Wahlumfragen schlecht ermitteln. Für den Wahlausgang entscheidend ist aber auch nicht, wie sie zu ihrem Urteil kommen, sondern dass sie zu eben diesem Urteil kommen.

Einen großen Anteil am Erfolg in Sachsen-Anhalt dürfte der Spitzenkandidat Ulrich Siegmund gehabt haben, dem es gelungen ist, das Wahlprogramm einer breiten Wählerschicht zu verkaufen. Lange Zeit war die AfD in erster Linie eine "Protestpartei", die gewählt wurde, weil man mit den Programmen der anderen Parteien unzufrieden war. Dann gelang es ihr zunehmend, ihre Wähler mit dem eigenen Programm zu überzeugen, der Spitzenkandidat blieb aber eher unwichtig: So war bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz - der letzten vor der Sachsen-Anhalt-Wahl - nur für 13 Prozent der AfD-Wählenden der Kandidat ausschlaggebend. Bei der Bundestagswahl 2025 , wo die AfD mit der äußerst bekannten Parteichefin Alice Weidel angetreten war, waren es 23 Prozent.

Bei Siegmund in Sachsen-Anhalt waren es nun 39 Prozent. Er hätte sogar in einer Direktwahl des Ministerpräsidenten reelle Chancen gegen CDU-Amtsinhaber Sven Schulze gehabt. Das ist ein Novum für die AfD.

Zwar sorgte Siegmund nach der Wahl durchaus mit Äußerungen für Schlagzeilen . Doch im Wahlkampf präsentierte er sich nicht als Hardliner und meist gut gelaunt - und damit ganz anders als etwa Parteichefin Weidel. Er war damit für die AfD eine Idealbesetzung, um auch Wähler zu erreichen, die mit manchen Forderungen der Partei Probleme haben.

Vollständigen Artikel bei Tagesschau Inland lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.tagesschau.de — der Inhalt gehört Tagesschau Inland.

Mehr von Tagesschau Inland

Alle ansehen ›

Mehr in Deutschland

Alle ansehen ›