Politikstreit im Kanzleramt: „Unverschämt“ – so rasselte Merz mit Schwesig zusammen
Manuela Schwesig passte es laut einem Medienbericht ganz und gar nicht, wie Kanzler Merz sie bei einem Treffen angeht.
Ihre Reaktion? Sie dreht sich weg und lässt ihn stehen.
Bei einem Treffen einige Tage nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kam es laut einem Bericht des „Spiegel“ zu einer Auseinandersetzung zwischen Manuela Schwesig und Friedrich Merz.
Im Kanzleramt trafen sich die Ministerpräsidenten demnach bei einem Empfang und wollten dort unter anderem der Kollegin Manuela Schwesig zum erfolgreichen Ergebnis der Landtagswahl in ihrem Bundesland gratulieren, wie der „Spiegel“ zusammenfasst.
Beim Eintreffen von Bundeskanzler Friedrich Merz habe sich die Stimmung jedoch schnell gedreht.
Schwesig lässt Merz einfach stehen Anders als etwa Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, der Schwesig laut „Spiegel“ in den Arm genommen haben soll, habe Merz ein Zwiegespräch mit ihr am Rande der Runde veranlasst.
Bei diesem Gespräch habe sich der Kanzler laut dem Magazin beschwert, dass Schwesig ihren Wahlkampf mit dem Slogan „Die Frau gegen Blau“ nicht gegen die AfD, sondern gegen ihn persönlich gemacht habe. „Sie haben die demokratische Mitte zerstört“, zitiert der „Spiegel“ die Worte des Bundeskanzlers und beruft sich dabei auf einen Teilnehmer der Szenerie.
Diese Einschätzung und wohl auch die Art der Ansprache durch Merz sollen Schwesig ganz und gar nicht gepasst haben.
Mit „Unverschämt“ habe sie in der Situation laut „Spiegel“ auf Merz’ Vorhaltung gekontert.
Im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin erläutert sie ihren Ärger mit den Worten: „Das ist kein sachlicher Umgang miteinander.
Das lasse ich mir nicht bieten, weder als Ministerpräsidentin noch als Frau.“ Sie habe ihm außerdem für künftigen Gesprächsbedarf angeboten, einen Termin mit ihr zu vereinbaren.
Schließlich habe sie sich zum Ende der Szenerie laut „Spiegel“ von Friedrich Merz abgewandt und sei weggegangen, was den Bundeskanzler noch Tage danach aufgeregt haben soll.
Bei der Landtagswahl am 20.
September in Mecklenburg-Vorpommern erreichte Schwesigs SPD mit 35,5 Prozent den zweiten Platz hinter der AfD, die 38,2 Prozent der Stimmen erhielt.
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