Feuerwehr warnt vor „Geruchsbelästigung“ - Feuer in Belgien riecht bis nach Köln
Köln (NRW) – Eine Riesen-Rauchwolke legt sich über die deutsch-belgische Grenze, die Flammen schlagen kilometerweit durch das Naturschutzgebiet Hohes Venn. Der größte Brand in der belgischen Geschichte sorgt auch in Deutschland für Evakuierungen und Geruchsbelästigungen. Selbst in Köln (100 Kilometer Luftlinie) ist das Feuer im Hohen Venn noch zu riechen.
„Durch ein Brandereignis im Hohen Venn (Belgien) kommt es im Stadtgebiet zu einer Geruchsbelästigung. Es besteht keine Gesundheitsgefahr“, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr Köln am Dienstagvormittag. Der Waldbrand im Hohen Venn setzt gewaltige Mengen Rauch frei. Bei passendem Wind trägt die Luft die Rauchpartikel über viele Dutzend Kilometer. Deshalb kann der Brandgeruch selbst in Köln ( Nordrhein-Westfalen ) noch wahrgenommen werden, obwohl die Flammen weit entfernt lodern.
Unmittelbar am Hohen Venn liegt die deutsche Stadt Monschau. Am Sonntagabend hatte sich das Feuer der deutschen Grenze so weit genähert, dass in Monschau-Kalterherberg etwa 30 Einwohner aus Sicherheitsgründen ihre Häuser verlassen mussten. Die Brandlinie war nach Angaben der Feuerwehr Monschau am Montagabend rund 2,3 Kilometer von der deutschen Landesgrenze entfernt.
Weitere Evakuierungen in Monschau sind aktuell nicht geplant. Allerdings warnt die Stadt auch am Dienstagvormittag vor „erheblichen Geruchsbelästigungen und möglicher Schadstoffbelastung der Luft“. Gesundheitliche Gefahren könnten nicht ausgeschlossen werden, heißt es. Die Stadt ruft Anwohner auf, in geschlossenen Räumen zu bleiben und Klima- sowie Lüftungsanlagen abzuschalten.
Was den Brand im Hohen Venn so tückisch macht: Das Feuer frisst sich unsichtbar durch den Moorboden. Meterweit unter der Erde glimmen Torfschichten weiter, brechen an anderer Stelle plötzlich wieder aus. Für die Einsatzkräfte kaum berechenbar.
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