Verteidigungsbündnis: Nato-Flugzeuge steigen nahe Kaliningrad auf – Militärexperte ordnet ein
Mehrere Nato-Flugzeuge sind in Nordnorwegen und nahe der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad aufgestiegen.
Experte Masala sieht darin eine Warnung an Russland.
In der Nähe der zu Russland gehörenden Exklave Kaliningrad und in Nordnorwegen sind am Dienstag auffallend viele Nato-Militärflugzeuge im Einsatz gewesen.
Die verstärkten Aktivitäten fallen in eine Phase angespannter Beziehungen zu Russland und wachsender Befürchtungen über eine mögliche Eskalation an der östlichen Nato-Flanke.
Auf der Plattform X wiesen mehrere Beobachter auf die Bewegungen eines Nato-Awacs-Aufklärungsflugzeugs sowie eines US-Militärflugzeugs hin, das für elektronische Kampfführung eingesetzt wird.
Nato-Einsatz bei Kaliningrad durch die USA angeführt Die „Welt“ zitiert einen Nato-Sprecher zu dem Einsatz, der den defensiven Charakter des Bündnisses betont und unterstreicht, dass die Mitgliedstaaten ihre militärischen Fähigkeiten fortlaufend ausbauen und verbessern würden.
An dem Einsatz seien unter anderem US-amerikanische und norwegische Kampfflugzeuge, polnische Bodentruppen sowie ein E-3A-Luftüberwachungs- und -kontrollsystem (Awacs) der Nato beteiligt gewesen.
Hinzu seien weitere militärische Kräfte gekommen.
Die Führung des Einsatzes habe demnach bei den USA gelegen.
Der Militärexperte Carlo Masala von der Bundeswehr-Universität in München bewertete die Vorgänge am Dienstag auf seinem Privat-Account auf der Plattform X.
Rund um Kaliningrad habe es eine „beträchtliche Konzentration von Luftstreitkräften“ gegeben.
Er äußerte zugleich die Hoffnung, dass Russland die damit verbundene Botschaft verstanden habe.
Kaliningrad, das frühere Königsberg, befindet sich zwischen Polen und Litauen.
1946 erhielt die Stadt ihren Namen in Erinnerung an den Vorsitzenden des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR, Michail Kalinin.
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