Seit sechs Jahren verschwunden: Suchhunde schlagen an: Neue Spur von vermisster Scarlett?
Sechs Jahre nach dem Verschwinden von Scarlett Salice schlagen Suchhunde an einem Felsen im Wehratal mehrfach an.
Was ihr Vater und die Helfer nun vermuten, und warum die Suche gefährlich bleibt.
Seit sechs Jahren fehlt von Scarlett Salice jede Spur.
Die junge Frau ist wie vom Erdboden verschluckt, seit sie damals zur letzten Etappe ihrer Wanderung im Südschwarzwald aufbrach.
Verzweifelte Suchen blieben erfolglos, auch ein Aufruf bei „Aktenzeichen XY... ungelöst“ brachte keine heiße Spur.
Nun machen sich Mitglieder einer privaten Hilfsorganisation und Scarletts Vater wieder Hoffnung.
Bei einer Suchaktion glauben sie, erstmals Hinweise auf den Verbleib der damals 26-Jährigen gefunden zu haben. „ Hunde lügen nicht“ Mit einem Dutzend Spürhunden suchte der Verein „Finderwille“ am Wochenende auf der letzten Etappe des beliebten Steigs zwischen Todtmoos und Wehr.
Die Witterung hatten die Tiere anhand von drei Paar Schuhen aufgenommen - Schuhe, die Ralf Salice all die Jahre nicht weggeworfen hat.
Im Bereich des Wildensteinfelsens, eines unwirtlichen, schwer zugänglichen Stücks abseits des Steigs im Wehratal, schlugen die Hunde schließlich unabhängig voneinander mehrfach an, sagt Rüdiger Orth, der den Verein „Finderwille“ gegründet hat. „Und Hunde lügen nicht.“ Die Tiere hätten jeweils vor und hinter dem Felsen angeschlagen. „Als wir am Felsen vorbei waren, schlugen die Hunde nicht mehr an und fingen an zu spielen“, erzählt Orth - ein Wechsel im Verhalten, der ihn aufhorchen lässt.
Zuvor hatte die „ Badische Zeitung “ über die Suche berichtet.
Absturz am Gipfelkreuz? Orths Theorie: Scarlett könnte bei ihrer Wanderung einen Abstecher zu den Gipfelkreuzen auf dem Felsen unternommen haben. „Das war damals ein Hotspot für Fotos und Scarlett hat sich immer gerne an Felsvorsprüngen fotografiert“, sagt Orth.
Auf dem Weg oder am Gipfel könnte sie abgestürzt sein.
Allerdings gab es laut Orth vor vier Jahren einen Felssturz am Wildenstein.
Deshalb ist der Weg zu den Gipfelkreuzen inzwischen nur noch mit Kletterausrüstung passierbar.
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