Lebensmittel: Behörde deckt auf: Blei im Zimt und gefakte Dubai-Schokolade
Manche Hersteller schummeln bei den Angaben auf Lebensmitteln, einige Inhaltsstoffe sind gar gesundheitsschädlich.
Das haben die staatlichen Labore zuletzt alles beanstandet.
Glycerin im Slush-Eis, Salmonellen im Hack, Blei im Zimt : Mehr als jede siebte untersuchte Lebensmittelprobe in Sachsen (15,4 Prozent) wies 2025 Mängel auf.
In 50 Fällen wurden sie sogar als gesundheitsschädlich eingestuft, wie aus dem neuen Jahresbericht der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen hervorgeht. „Unsere Lebensmittel sind im Großen und Ganzen sicher“, resümiert Präsidentin Susanne Bastian mit Blick auf die Gesamtzahl von knapp 20.500 untersuchten Proben.
Die Beanstandungen seien etwas zurückgegangen: Im Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 16,8 Prozent.
Das Gros entfalle auf irreführende oder nicht vorschriftsgemäße Kennzeichnungen etwa mit Blick auf Zusatzstoffe oder Allergene.
Dubai -Schokolade als Fake erwiesen Das betraf etwa sogenannte Dubai-Schokolade, bei der keine Probe ohne Mängel war.
So stammte keines der Produkte tatsächlich aus Dubai, sondern meist aus der Türkei.
Auch fehlten Warnhinweise auf enthaltene Zusatzstoffe. „Bei neuen Trends im Bereich der Süßigkeiten sollte man immer eine gesunde Vorsicht walten lassen“, rät Bastian.
Auch andere Lebensmittel wie Kaffee, Rooibos-Tee, Olivenöl und Manuka-Honig wurden auf ihre Echtheit untersucht.
So bestehe bei Kaffee die Gefahr, dass billigere Robusta-Bohnen den als Arabica gekennzeichneten Sorten beigemischt werden, erklärt die Expertin.
In den Laboren habe sich dazu aber kein Hinweis bei den untersuchten Proben ergeben.
Dagegen fanden sich bei Garnelen Wasserzusätze, die das Verkaufsgewicht erhöhen.
Auch bei Olivenöl wurden auf Basis von sensorischen Tests 3 von 25 Proben als nicht konform mit der höchsten Güteklasse „nativ extra“ eingestuft.
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