Uschi Obermaier wird 80: Ein Leben jenseits aller Konventionen
Model, Kommune-Ikone und Symbol einer Ära: Uschi Obermaier blickt zu ihrem 80.
Geburtstag auf ein außergewöhnliches Leben zurück.
Wilde Lockenmähne, Schmollmund, dunkler Blick und der Hauch von Rebellion: Uschi Obermaier wurde zum Symbol einer Generation - und für viele auch zum Sinnbild ewiger Jugend.
Umso erstaunlicher scheint die Zahl: Am 24.
September feiert die einstige Ikone der 68er-Bewegung ihren 80.
Geburtstag.
Doch das Bild einer älteren Dame mit ergrautem Haar, Strickjacke und Schaukelstuhl will sich so gar nicht einstellen.
Stattdessen sind es jene Aufnahmen, die seit mehr als einem halben Jahrhundert das öffentliche Bild von Uschi Obermaier prägen: Uschi im Minirock, im knappen Top, mit und ohne Kleidung, an der Seite von Mick Jagger , Keith Richards oder Jimi Hendrix, mit Joint - wild, zeitlos schön und scheinbar für immer jung.
Doch wer steckt hinter diesen Bildern? Model, Schauspielerin, Groupie - Uschi Obermaier war von allem etwas und passte doch in keine dieser Schubladen.
Ohne großen Plan und ohne erkennbaren Ehrgeiz wurde sie zur Kultfigur und bewahrte dieses Image über mehr als fünf Jahrzehnte.
Dahinter steckt die Geschichte eines Mädchens aus München , das vor allem eines antreibt: ein unbändiger Appetit auf das Leben und der Wunsch, jeder Form von Enge zu entkommen.
Von Obersendling mitten hinein in die 68er-Bewegung Sie ist 1946 in München, Ortsteil Obersendling, geboren.
Der Vater, ein Dekorateur, war erst 19 Jahre alt, als sie zur Welt kam.
Ein „supergut“ aussehender Hallodri, der sich nie um seine Tochter gekümmert hat, sondern um andere „tolle Frauen“, wie sie später der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) erzählte . „Das war ein Ansporn für mich, auch eine tolle Frau zu werden.“ Mit 13 Jahren verließ sie die Schule.
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