G20-Gipfel in den USA: Wolodymir Selenskyj zu Treffen mit Wladimir Putin bereit, Kreml ziert sich
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zu einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin beim diesjährigen G20 -Gipfel in den USA bereit erklärt. »Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen«, sagte Selenskyj in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Deutschen Welle (DW). Der Kreml erklärte wenig später, über eine Teilnahme Putins an dem Gipfel sei noch nicht entschieden worden. Derweil wurden nach nächtlichen russischen Angriffen in der Ukraine mehrere Tote gemeldet.
»Was ich ihm sagen werde oder was er mir sagen will, spielt keine Rolle«, sagte Selenskyj mit Blick auf Putin. »Was zählt, ist das Ergebnis.«
Laut Kremlsprecher Dmitrij Peskow wurde in Moskau noch keine Entscheidung über eine mögliche Teilnahme Putins an dem Gipfel getroffen. »Wir wissen noch nicht, ob wir nach Miami reisen werden«, zitierte ihn die russische Nachrichtenagentur Tass. Ähnlich äußerte sich der diplomatische Berater des Kreml, Jurij Uschakow.
Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Der Gipfel der G20-Staats- und Regierungschefs findet im Dezember in Miami im Bundesstaat Florida statt. US-Präsident Donald Trump hatte im April gesagt, dass eine Teilnahme Russlands »wahrscheinlich sehr hilfreich« wäre. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 haben sich Putin und Selenskyj nicht persönlich getroffen. Der ukrainische Präsident hatte seit Kriegsbeginn mehrfach ein Treffen vorgeschlagen. Putin reagierte darauf häufig gar nicht oder zögerlich. Im September 2025 sagte Putin zwar vor Journalisten, er könnte sich ein Treffen vorstellen. Dafür solle Selenskyj aber nach Moskau kommen – eine für die ukrainische Seite kaum annehmbare Bedingung.
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Washington hatte kürzlich die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukrainekriegs nach einer langen Pause wieder aufgenommen: Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner reisten am vergangenen Wochenende zu politischen Gesprächen nach Moskau und Kyjiw . In der Folge führten auch Trump und Putin ein nach Worten des Kreml »äußerst offenes« Telefonat.
Den Besuch der US-Gesandten sowohl in Kyjiw als auch in Moskau nannte Selenskyj in dem DW-Interview »ein gutes Signal«.
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