Prozess um Femizid: Grausamer Mord an Ehefrau: Angeklagter schweigt
Er soll seine Partnerin brutal getötet haben, weil er die Trennung nicht akzeptieren wollte.
Vor Gericht schweigt der 37-Jährige.
Auch einer jungen Polizistin verschlägt es kurzzeitig die Sprache.
Ohne sichtliche Regung schaut der Angeklagte im Landgericht München II die schwer zu ertragenden Bilder seiner getöteten Ehefrau an.
Mit nahezu vollständig abgetrenntem Kopf liegt ihr Leichnam in der gemeinsamen Wohnung über dem Rand der Badewanne.
Hin und wieder macht sich der 37-Jährige dabei Notizen, hört aufmerksam dem Übersetzer zu.
Zu dem drastischen Vorwurf, seine Frau enthauptet zu haben, schweigt er.
Seine Verteidigung schloss aber nicht aus, dass der 37-Jährige zu einem späteren Zeitpunkt Angaben machen könnte.
Dem Mann aus dem Jemen wird vorgeworfen, die Mutter seiner drei Kinder getötet zu haben, weil sie sich von ihm scheiden lassen wollte.
Außerdem habe er ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges verhindern wollen - der Mann hatte den Ermittlungen zufolge fremde Kinder als seine eigenen ausgegeben und für sie unrechtmäßig Sozialleistungen bezogen.
Häusliche Gewalt und Todesdrohungen Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Angeklagte 2022 ohne seine Ehefrau als Flüchtling nach Deutschland gekommen.
Schon bei der Einreise habe er zusätzliche Kinder als seine eigenen angegeben, um später nach dem Vorbild seines Bruders in Deutschland mehr Sozialleistungen bekommen zu können - was ihm zumindest teilweise auch gelang.
Denn im April 2025 reiste seine Frau im Rahmen des Familiennachzugs mit sechs Kindern hinterher - nur drei stammten aus der Beziehung mit dem 37-Jährigen.
Schon kurz nach der Ankunft des Opfers soll es in der Wohnung der Familie in Krailling (Landkreis Starnberg) mehrfach zu häuslicher Gewalt und Todesdrohungen gekommen sein.
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