Landtagswahlen: Auch AfD-Kandidat Holm macht Wahlkampf auf Simson-Moped
Für viele Ostdeutsche sind Simson-Mopeds mit schönen Jugenderinnerungen verbunden.
Das nutzt die AfD für ihre Landtagswahlkämpfe.
Die Zweitakter hinterlassen eine blaue Wolke, die nicht gut riecht.
Mit einer Moped-Ausfahrt durch Westmecklenburg hat der AfD -Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten in Schwerin Wahlkampf gemacht.
Zusammen mit rund 40 Anhängern seiner Partei brach Leif-Erik Holm (56) auf einer Simson S51 von Wittenburg (Kreis Ludwigslust-Parchim) zu einer Fahrt nach Grevesmühlen auf.
Bereits Ende Juli hatte der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, eine solche Moped-Ausfahrt in Quedlinburg gemacht.
Zu der Veranstaltung mit Zweirädern der DDR-Marke Simson waren nach Angaben der Polizei rund 1.500 Menschen gekommen.
Auch Holm war nach eigenen Angaben dabei.
Simson-Mopeds sind Kult Die einst im thüringischen Suhl produzierten Modelle „Schwalbe“, „Star“ oder „S50“ sind bei vielen Jugendlichen Kult und stehen für ostdeutsches Lebensgefühl und Mobilität. „Der Kern ist, dass das ein Gefühl von Freiheit ist“, sagte Holm.
Die Mobilität sei auch heute ein wichtiges Thema in einem Flächenland.
Die überwiegend männlichen und älteren Teilnehmer, einige von ihnen auch auf modernen Motorrädern, fuhren in Wittenburg mit Partei- und Deutschlandfahnen los.
Die Zweitakt-Oldtimer hinterließen eine blaue Wolke aus beißenden Abgasen.
AfD laut Umfrage in MV bei 36 Prozent Am 20.
September sind Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern.
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