Eskalierter Handelsstreit: Widerspenstiger Nachbar - Kanada legt sich mit Trump an
Donald Trump hat Kanada mit deftigen Strafzöllen belegt.
Statt klein beizugeben, setzt der Nachbar auf Härte.
Könnte dieser Kurs auch für andere Staaten zum Vorbild werden? „Kiss my ass“ - Doug Ford braucht derzeit nicht viele Worte, um seinem Ärger über Donald Trump Luft zu machen.
Der Regierungschef der wirtschaftsstärksten kanadischen Provinz Ontario nennt den US-Präsidenten einen „Diktator“, einen „Verlierer“ und den „König der Bankrotte“.
Ford ist mit seinem Trotz gegenüber dem mächtigen Nachbarn nicht allein.
Seit dem Scheitern der Handelsgespräche Ende vergangener Woche ist der Streit eskaliert.
Die Vereinigten Staaten verhängten am Wochenende Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar – darunter etwa Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein.
Kanada verhängte daraufhin Gegenzölle von bis zu 50 Prozent auf Importe aus dem Nachbarland in etwa gleicher Höhe.
Die Gegenmaßnahmen sollen insbesondere auf Produkte aus den Bereichen Stahl und Aluminium, Haushaltsgeräte, landwirtschaftliche Ausrüstung, Zellstoff und Papier sowie Elektronik angewendet werden.
Eskalation nach zahlreichen Drohungen aus den USA „Unsere bevorzugte Lösung war ein Abkommen, das beiden Ländern zugutekommt.
Wir glauben nach wie vor, dass dies möglich ist.
Aber in der Zwischenzeit warten wir nicht tatenlos auf einen Anruf“, erklärte der kanadische Handelsminister Dominic LeBlanc.
Die Spannungen schwelen schon lange.
Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit überzieht Trump den Nachbarn immer wieder mit Vorwürfen und Provokationen – vom Vorwurf, Kanada unternehme zu wenig gegen den Schmuggel von Fentanyl in die USA, bis zur wiederholten Drohung, das Land zum 51.
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