Gamescom-Messe: Bundespräsident Steinmeier warnt vor Gefahren des Gamings
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem ersten Besuch der Gamescom zu einem kritischen Umgang mit digitalen Spiele geraten. Gerade da Computer- und Videospiele allgegenwärtig geworden seien, müsse man auch »über die Schattenseiten dieser Entwicklung sprechen, sachlich, ehrlich und differenziert«, sagte Steinmeier bei der Eröffnung der Messe in Köln.
Computerspielsucht sei eine von der Weltgesundheitsorganisation anerkannte Erkrankung, die schwerwiegende Folgen für Betroffene habe, sagte der Bundespräsident. »Und es gibt ja einige Computerspiele, in denen junge Menschen mit Brutalität und roher Gewalt in Berührung gebracht werden, mit Sexismus, Rassismus, mit menschenverachtendem Denken und extremistischen Ideologien.« Es war der erste Besuch des deutschen Staatsoberhaupts bei der weltgrößten Gamingmesse, die noch bis Sonntag dauert.
Steinmeier forderte »klare Regeln, um die Gewaltverherrlichung, die Verbreitung von extremistischen und demokratiefeindlichen Inhalten« zu verhindern. Dies sei wichtig auch in Video- und Computerspielen, »gerade in einer Zeit, in der auch unsere Demokratie stärker bedroht ist und angefochten wird«, sagte er weiter.
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