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Kultur

Kriselnder Autobauer: VW-Markenchef kündigt Tempo bei laufendem Sparprogramm an

Stern ·
Kriselnder Autobauer: VW-Markenchef kündigt Tempo bei laufendem Sparprogramm an

Bei VW kehrt keine Ruhe ein.

Bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg hat Markenchef Schäfer keine guten Nachrichten im Gepäck.

Die Zeichen stehen auf Sturm, warnt Betriebsratschefin Cavallo.

VW will beim laufenden Sparprogramm der Kernmarke die Schlagzahl erhöhen. „Wir haben absolut keine Zeit zu verlieren und werden deshalb in unserem Performance-Programm nochmal deutlich nachlegen“, sagte VW-Markenchef Thomas Schäfer bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg.

Er hätte sich gewünscht, dass die 2024 vereinbarten Maßnahmen bereits ausreichten.

Wegschauen löse aber keine Probleme. „Über das Wie werden wir jetzt mit der Mitbestimmung sprechen“.

Die Einigung Ende 2024 hatte demnach drei Prioritäten: Überkapazitäten an deutschen Standorten sollten abgebaut, die Arbeitskosten gesenkt und die Entwicklungskosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau gebracht werden. „In der Marke Volkswagen sind wir gut vorangekommen“, sagte Schäfer .

Beim Personalabbau seien beispielsweise gut 16.300 Austritte in Deutschland vollzogen und insgesamt knapp 28.800 bis 2030 fest vereinbart.

Das Ziel der Kernmarke in Deutschland liegt bei 35.000 Stellen weniger bis 2030.

Cavallo : Zeichen stehen auf Sturm Betriebsratschefin Daniela Cavallo geht davon aus, dass die Sparbemühungen noch heftiger werden. „Auf der betrieblichen Ebene wird uns die Sparwut des Unternehmens die kommenden Wochen an allen Ecken und Enden begegnen.

Noch mehr als ohnehin schon, fürchte ich“, sagte Cavallo nach Angaben aus Teilnehmerkreisen bei der Betriebsversammlung.

Die Zeichen stünden auf Sturm. „Und der wird kein Kleiner.“ Cavallo räumte aber auch ein: So wie es jetzt laufe, könne es nicht weitergehen. „Der Großteil unserer bisherigen Gewinnkraft ist futsch.

Das ist die nackte Wahrheit.“ Europas Automobilindustrie werde sich massiv neu ordnen. „Es werden traditionsreiche Hersteller auf der Strecke bleiben.

Andere werden fusionieren müssen.

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