Ex-Prinz Andrew erhielt 302.000 Pfund Entschädigung für Auszug aus Royal Lodge
Der in Ungnade gefallene frühere britische Prinz Andrew hat für den Auszug aus der Royal Lodge auf dem Gelände von Schloss Windsor eine Entschädigung in Höhe von 302.000 Pfund (mehr als 356.000 Euro) erhalten.
Wie der Crown Estate, der die königlichen Immobilien verwaltet, am Freitag mitteilte, sah Andrews Pachtvertrag für den Fall einer vorzeitigen Beendigung eine Entschädigung vor.
Weil er nach seinem Auszug 1,8 Millionen Pfund für Reparaturen zahlte, aber nur 1,5 Millionen Pfund benötigt wurden, wurden ihm 302.000 Pfund zugesprochen.
Die 1,5 Millionen Pfund für die Reparaturen lieh König Charles III. seinem Bruder privat, wie AFP von einer mit dem Fall vertrauten Quelle erfuhr.
Der König habe Mittel aus seinen privaten Einkünften zur Verfügung gestellt um sicherzustellen, dass die königliche Immobilienfirma ihr Geld umgehend erhalte.
"Es ist nicht bekannt, wie Andrew dem König das Geld zurückzahlen will, da er kein eigenes Einkommen hat“, kommentiert die „Times“ den Vorgang.
Charles hatte seinen Bruder wegen dessen Beziehungen zum verstorbenen US-Sexualverbrecher Jeffrey Epstein im vergangenen Jahr zum Auszug aus der Royal Lodge gezwungen.
Andrew, der 20 Jahre lang in dem luxuriösen Anwesen gelebt hatte, musste ins abgelegene Gut Sandringham umziehen, das sich im Privatbesitz des Königs befindet.
Im Sommer war bekannt geworden, dass Andrew mehr als zwei Jahrzehnte lang drei Ferienhäuser auf dem Gelände der Royal Lodge untervermietet und dadurch privat Geld verdient hatte.
Andrew hatte 2003 eine „Prämie“ in Höhe von einer Million Pfund gezahlt, um die Royal Lodge pachten zu können und sich bereit erklärt, 7,5 Millionen Pfund für Renovierungsarbeiten auszugeben.
So sicherte er sich einen 75-jährigen Pachtvertrag.
Der König bezieht private Einkünfte aus privaten Ländereien sowie aus anderen Quellen wie Kunst, Kapitalanlagen und Ersparnissen.
Diese sind unabhängig von den Mitteln, die er von der Regierung erhält und die ausschließlich für offizielle Angelegenheiten verwendet werden dürfen.
Charles III. hatte Andrew wegen des Epstein-Skandals Ende vergangenen Jahres zudem alle Titel und Ehren entzogen, nachdem posthum die Memoiren des Epstein-Opfers Virginia Giuffre erschienen waren.
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