Trump verteidigt Aussetzen von Sanktionen gegen Russland gegen Kritik
US-Präsident Donald Trump hat das Aussetzen von Sanktionen gegen Russland gegen Kritik auch aus den Reihen seiner Republikaner verteidigt.
Er sei dabei, einen Frieden im Ukraine-Krieg zu verhandeln und wolle „nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch wegbringen würde“, schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. „Große Fortschritte“ würden in Gesprächen erzielt, erklärte Trump.
Der US-Präsident warf zudem dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, russische Dieselraffinerien angreifen zu lassen, „im Wissen, dass diese Angriffe die weltweiten Dieselmärkte ernsthaft schädigen, einschließlich der in den Vereinigten Staaten“, kritisierte Trump .
Selenskyj sei das „egal“, führte der US-Präsident weiter aus. „Bei dem ganzen Geld, das Europa ihm bekanntermaßen gibt“ und dem Geld, das der frühere demokratische US-Präsident Joe Biden der Ukraine gegeben habe, „will er diesen Krieg nicht beenden und wollte es wahrscheinlich nie“, schrieb Trump weiter.
Kritiker werfen Trump schon seit langer Zeit vor, im Ukraine-Krieg einen russlandfreundlichen Kurs zu fahren.
So ging der US-Präsident immer wieder auf Putin zu, während er scharfe Kritik an Selenskyj äußerte.
Am Freitag legte Trump bereits beschlossene Sanktionen gegen Russland zwei Tage vor dem geplanten Inkrafttreten per Dekret auf Eis.
Sein Vorgehen begründete er mit dem „nationalen Interesse der Vereinigten Staaten“.
Während Selenskyj den USA vorwarf, Russlands Präsident Wladimir Putin zu „belohnen“ und zu weiteren Angriffen zu „ermutigen“, bezeichnete der Kreml den Vorgang als „historischen Moment“.
Trump geriet auch in der eigenen Partei in die Kritik.
Das nach dem im Juli gestorbenen US-Senator Lindsey Graham benannte Sanktionspaket war Mitte September vom US-Kongress verabschiedet worden.
Die Kehrtwende des US-Präsidenten bei den Sanktionen erfolgte nur eine Woche, nachdem er ein umstrittenes Abkommen mit Putin über die Lieferung von russischem Diesel geschlossen hatte - und gut zwei Wochen vor den Kongresswahlen in den USA.
Bei den sogenannten Midterms stehen Trumps Republikaner wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten und insbesondere der infolge des Iran-Kriegs hohen Spritpreise unter Druck.
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