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Laut Psychologie lässt Sie komplizierte Sprache nicht klüger wirken, im Gegenteil: Wer lange Wörter ohne Not verwendet, kann schlechter bewertet werden.

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Laut Psychologie lässt Sie komplizierte Sprache nicht klüger wirken, im Gegenteil: Wer lange Wörter ohne Not verwendet, kann schlechter bewertet werden.

Es gibt Momente, in denen man mitten im Satz merkt: Der andere hört zwar Geräusche, aber keinen Inhalt.

Sie bringen im Meeting eine Idee ein und zwei Minuten später sagt jemand anderes fast dasselbe. Plötzlich ist es genial. Sie äußern im Freundeskreis eine Meinung und werden mit einem müden Lächeln übergangen. Sie sagen, was Sie brauchen und Ihr Gegenüber behandelt es wie eine unverbindliche Wettervorhersage.

Joern Kettler ist Wirtschaftspsychologe, Mimik-Analyst und Bestsellerautor. Er ist Teil unseres Expertennetzwerks EXPERTS Circle .

Nicht ernst genommen zu werden, ist unangenehm. Es macht klein und wütend. Und es lässt einen irgendwann zweifeln: Rede ich zu leise? Bin ich zu vorsichtig? Oder liegt es einfach an den anderen?

Die ehrliche Antwort lautet: Manchmal liegt es an Ihnen, manchmal an den anderen. Und meistens an der Dynamik dazwischen. Denn ernst genommen zu werden hat viel mit

zu tun. Es geht nicht darum, lauter, härter oder dominanter zu werden. Wer ständig brüllt, wird nicht automatisch ernst genommen. Meist wird er nur gemieden.

Menschen nehmen andere vor allem dann ernst, wenn zwei Dinge zusammenkommen: Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit.

Die Sozialpsychologin Susan Fiske beschreibt Wärme und Kompetenz als zentrale Dimensionen sozialer Wahrnehmung. Vereinfacht gesagt fragen Menschen unbewusst: Meint diese Person es gut? Und kann diese Person etwas bewirken?

Übertragen auf den Alltag heißt das: Wer ernst genommen werden will, braucht nicht nur Fachwissen, Meinung oder gute Ideen. Er muss sie auch so ausdrücken, dass andere spüren: Dieser Mensch meint, was er sagt. Und er steht dazu.

Viele Menschen verlieren genau an dieser Stelle Wirkung. Nicht, weil ihr Gedanke schlecht ist. Sondern weil sie ihn zu vorsichtig, zu vage oder zu entschuldigend formulieren. Zum Beispiel: „Ich weiß nicht, ob das jetzt blöd ist, aber vielleicht könnte man eventuell …“

Bevor der Inhalt überhaupt kommt, hat sich der Satz schon selbst kleiner gemacht. Besser wäre:

Viele Menschen möchten nicht überheblich wirken. Deshalb machen sie ihre Aussagen vorsichtshalber kleiner.

Das Problem: Wenn Sie Ihren eigenen Gedanken schon abwerten, bevor andere ihn hören, liefern Sie die Gebrauchsanweisung gleich mit: bitte nicht ernst nehmen.

Natürlich sollen Sie nicht so tun, als wüssten Sie alles. Unsicherheit darf benannt werden. Aber es gibt einen Unterschied zwischen ehrlicher Einordnung und Selbstverkleinerung.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.focus.de — der Inhalt gehört Focus Online Gesundheit.

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