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Zwei Liter Blut im Brustkorb - Tupacs grausame Autopsie-Fotos vor Gericht

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Zwei Liter Blut im Brustkorb - Tupacs grausame Autopsie-Fotos vor Gericht

Las Vegas – Beklemmende Bilder am zweiten Tag im Mordprozess um Tupac Shakur (†25). Am Dienstagmorgen sagte die Gerichtsmedizinerin Dr. Lisa Gavin im Prozess gegen Duane „Keffe D“ Davis (63) aus. Im Gerichtssaal wurden dabei drastische Autopsie-Fotos des erschossenen Rap-Stars gezeigt.

Gavin hatte die Autopsie 1996 nicht selbst durchgeführt. Der damalige Gerichtsmediziner ist inzwischen verstorben. Für den Prozess wertete die erfahrene Pathologin, die seit rund 30 Jahren in Clark County arbeitet, den Obduktionsbericht, die Fallakten und die Fotos aus.

Bevor die Aufnahmen gezeigt wurden, verließen T upacs Schwester und weitere Familienmitglieder den Gerichtssaal.

Dann erschienen die Bilder auf den Monitoren: Tupac im grünen Leichensack mit Namensanhänger, Aufnahmen seines Gesichts und seines unbekleideten Körpers mit medizinischen Elektroden auf der Haut und einer Sauerstoffmaske über Mund und Nase. Ein weiteres Foto zeigte sein berühmtes „THUG LIFE“-Tattoo auf dem Bauch. Auf einer Nahaufnahme war Blut zu sehen, das aus Mund und Nase über sein Gesicht gelaufen war. Andere Aufnahmen zeigten die Spuren der verzweifelten Versuche der Ärzte, sein Leben zu retten.

Gavin rekonstruierte vor der Jury die verheerenden Verletzungen: Eine Kugel drang auf der rechten Seite in Tupacs Brust ein und traf seine rechte Lunge. Sie kollabierte und blutete massiv. Die Ärzte entfernten schließlich die verletzte Lunge, um sein Leben zu retten. Rund zwei Liter Blut sammelten sich in seinem Brustkorb. Der Rapper konnte nicht mehr atmen und verblutete an seinen Verletzungen.

Ein weiterer Schuss traf Tupac am rechten Oberschenkel, drang in den Bauchraum ein und verletzte seinen Darm. Ein Projektil wurde während einer Operation entfernt, ein weiteres später bei der Autopsie sichergestellt. Auch an seiner rechten Hand fand sich eine Schussverletzung, die direkt durch seinen Ringfinger ging. Zudem zeigten sich Narben, die laut Gavin auf frühere Schusswunden hindeuteten.

Der Körper des Rappers wirkte auf den Aufnahmen stark aufgedunsen. Die Gerichtsmedizinerin erklärte, dies sei eine Folge der lebenserhaltenden Maßnahmen: Der Körper könne Flüssigkeit nicht mehr ausreichend zirkulieren lassen, wodurch das Gewebe stark anschwelle.

Am Ende ließ sie keinen Zweifel an der Todesursache: Tupac starb an den Schussverletzungen in Brust und Bauch. Die offizielle Todesart: Homicide – Tod durch die Hand eines anderen Menschen. Der Angeklagte Duane „Keefe D“ Davis (63) bestreitet seine Schuld. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass er in dem Cadillac saß, aus dem die tödlichen Schüsse auf Tupac abgefeuert wurden. Davis soll zwar nicht selbst auf Tupac geschossen haben – aber den tödlichen Racheakt mitorganisiert haben.

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