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Noch immer 5000 Vermisste in Nepal - Wie viele Menschen hat die Flut verschluckt?

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Noch immer 5000 Vermisste in Nepal - Wie viele Menschen hat die Flut verschluckt?

Nepal – Mitten im Chaos kämpfen sich die Menschen in der 26.000-Einwohner-Stadt Bidur in ihren Alltag zurück. Und dieser findet dies- und jenseits des Flusses Trishuli statt. Eine Tuin, so heißt die traditionelle nepalesische Fluss-Seilbahn, verbindet heute seine Ufer. Bis zum 26. August standen dort Brücken. Brücken, die die verheerende Sturzflut mitriss – genau wie Häuser, Autos, Tiere und unzählige Menschen!

Nach der Katastrophe von Nepal werden noch immer mehr als 5000 Menschen vermisst. Darunter auch Deutsche. Wie viele genau, weiß derzeit niemand. Das Auswärtige Amt bleibt vage, spricht von einer hohen einstelligen Zahl. Die nepalesische Touristenbehörde listet derzeit acht vermisste Deutsche .

China meldet drei vermisste Deutsche aus Tibet, das ebenfalls von der Sturzflut betroffen war. Beide Listen sind nicht miteinander abgeglichen. Nepals Behörden wissen nicht, ob „ihre“ Vermissten auch auf Chinas Liste stehen. Andere Quellen sprechen sogar von bis zu 15 noch vermissten deutschen Wanderern, Bergsteigern oder Touristen.

Konkret wird lediglich die Polizei von Nepal. Am Freitag wurde eine weitere Leiche entdeckt – laut Polizei die 1384.! Doch auch bei der Opferzahl schwanken die Angaben. Andere Organisationen melden mehr als 1400 Tote. In Bidur und dem umliegenden Distrikt Nuwakot fanden die Bergungstrupps bislang 199 Tote – etliche in den Trümmern der zerstörten Häuser.

Wie viele Opfer es am Ende sein werden? Angehörige, Freunde und Bekannte haben Bilder von Vermissten an öffentlichen Plätzen aufgehängt. Einer dieser Plätze ist die Außenwand eines Leichenschauhauses in der Hauptstadt Kathmandu. Die Hoffnung der Menschen, ihre Gesuchten vor und nicht hinter dessen Mauern wiederzusehen, stirbt zuletzt.

Derweil geht das Leben in Bidur weiter. Arbeiter, die mit der Tuin-Seilbahn über den Fluss gekommen sind, stapfen durch den Schlamm. Abrissbagger bahnen sich ihren Weg durch Trümmer in Straßenschluchten. Menschen auf Balkonen oder hinter zerstörten Häuserwänden schauen den Arbeitern argwöhnisch zu – Alltag im Katastrophengebiet.

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