Arbeitsmarkt: Verdienstlücke zwischen Deutschen und Ausländern bleibt groß
Mehr als 30 Prozent der ausländischen Vollzeitbeschäftigten arbeiten für Niedriglohn.
Bei deutschen Staatsbürgern ist der Anteil deutlich geringer.
Warum die Verdienstunterschiede so groß sind.
Der Verdienstabstand zwischen deutschen und ausländischen Vollzeitbeschäftigten lag Ende 2025 in Deutschland bei 23,6 Prozent.
Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine AfD-Anfrage im Bundestag hervor.
Demnach lag das sogenannte Median-Entgelt deutscher Vollzeitbeschäftigter bei 4.396 und das ausländischer Vollzeitbeschäftigter bei 3.358 Euro.
Es handelt sich hierbei um das Monatsbrutto.
Der Abstand liegt in etwa auf dem Niveau der vergangenen Jahre seit 2020 (23,1 - 25,5 Prozent).
Das Median-Entgelt ist der Verdienst, bei dem genauso viele Vollzeitbeschäftigte darüber liegen wie darunter.
Gegenüber einem einfachen Durchschnitt hat die Berechnung des Medians den Vorteil, dass etwa extrem hohe Spitzenverdienste den Wert nicht nach oben verzerren können.
Viele Ausländer arbeiten für Niedriglohn Insgesamt arbeiteten 2025 30,6 Prozent der ausländischen Vollzeitbeschäftigten für einen Niedriglohn, bei den deutschen Beschäftigten waren es 12,3 Prozent.
Der AfD -Sozialpolitiker und Bundestagsabgeordnete René Springer nahm die Zahlen zum Anlass für Kritik an der aus AfD-Sicht zu laxen Einwanderungspolitik der Bundesregierung.
Diese drücke massiv auf die Löhne.
Die Zahlen selbst können einen lohndämpfenden Effekt der Zuwanderung allerdings weder belegen noch ausschließen, weil sie nicht zeigen, wie sich die Löhne ohne Zuwanderung entwickelt hätten.
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