Neu im Kino: Gefühlvolles Kino-Juwel aus Italien: „Diamanti“
Die zwei „Der Teufel trägt Prada“-Hits zeigen die Modewelt mit Spott.
Anders dieser italienische Spielfilm.
Er feiert sie und damit die hart arbeitenden Frauen, die das Schneidern zur Kunst erheben.
Es ist zu schön, um wahr zu sein: Die Schneiderei der Schwestern Alberta (Luisa Ranieri) und Gabriella (Jasmine Trinca) im Rom der frühen 1970er-Jahre strahlt Schönheit pur aus.
Das wird verstärkt durch einen lukrativen Auftrag für einen Spielfilm.
Doch der Schein trügt.
Die beiden und ihre Mitarbeiterinnen müssen nahezu rund um die Uhr schuften.
Aller Glamour beruht auf harter Arbeit.
Obendrein sorgen kleine und große Konflikte im Team für Turbulenzen.
Die Geschichte spiegelt sensibel, scheinbar nebenbei, das Problem der Unterdrückung weiblicher Selbstverwirklichung durch ganz auf Männer ausgerichtete Machtstrukturen.
Als Ausweg daraus wird insbesondere die Solidarität der Frauen untereinander beschworen.
Das ist märchenhaft.
Aber die vor mehr als fünf Jahrzehnten spielende Handlung reflektiert dabei deutlich auch heutzutage Gewichtiges.
Gleichberechtigung ist bekanntlich längst noch nicht überall selbstverständlich.
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