Bekannte Zeitung spricht von „Kapitulation“ - Wechsel-Wirbel um lesbische Weltmeisterin
Dieser Wechsel sorgt für Diskussionen! Die spanische Weltmeisterin Esther González (34) verlässt den US-Klub Gotham FC und unterschreibt überraschend beim saudischen Verein Al-Qadsiah. Brisant: Die Torjägerin hat ihren Vertrag in New York erst Ende Juli vorzeitig aufgelöst, um sich aus „persönlichen Gründen“ vorübergehend aus dem Fußball zurückzuziehen. Wenige Wochen später folgt nun aber der Wechsel in die saudische Liga. Ein Schritt, der für mächtig Kritik sorgt.
Zum einen: Durch die zuvor erfolgte Vertragsauflösung geht der Gotham FC bei diesem Transfer leer aus. Der amerikanische Klub erhält keine Ablösesumme für seine bisherige Rekordtorschützin. Entsprechend groß ist die Verärgerung vieler Fans. In den sozialen Netzwerken äußern sie ihren Frust deutlich. „Also ist Geld wichtiger als deine Überzeugungen? Schäm dich“, schreibt ein Nutzer.
Nach Informationen der spanischen Zeitung „El Mundo“ soll González in Saudi-Arabien rund doppelt so viel verdienen wie zuletzt in den USA. Bei Gotham FC lag ihr Jahresgehalt demnach bei etwa 560.000 Dollar.
Doch die Kritik beschränkt sich nicht auf die finanziellen Aspekte. González lebt seit Jahren offen mit ihrer Partnerin Estefanía Cruz zusammen. Im Januar wurde das Paar Eltern einer Tochter. Umso größer ist die Verwunderung rund um ihren Wechsel in ein Land, in dem homosexuelle Beziehungen strafrechtlich verfolgt werden und gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht anerkannt sind.
Bei einem Blick auf González' Social-Media-Auftritt fällt auf, dass zahlreiche gemeinsame Familienfotos mit ihrer Partnerin und ihrer Tochter inzwischen von ihrem Instagram-Profil verschwunden sind. Eine Erklärung der Stürmerin gibt es bislang nicht.
Besonders scharf fällt die Kritik einer bekannten spanischen Zeitung aus. „El Mundo“ spricht von einer „Kapitulation vor den von diesem arabischen Land auferlegten Beschränkungen“. Der Schritt sei ein Zugeständnis an die strengen Regeln Saudi-Arabiens und erfolge offenbar nur für einen lukrativen Vertrag. González selbst hat sich bislang weder zu den Vorwürfen noch zu den gelöschten Bildern öffentlich geäußert.
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