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Afghanistan-Tourismus: Tretbootfahren bei den Taliban

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Afghanistan-Tourismus: Tretbootfahren bei den Taliban

Seit der Machtübernahme der Taliban kommen wieder mehr Touristen nach Afghanistan. Trotz der Öffnung warnt das Auswärtige Amt vor Reisen dorthin. Aber das schreckt viele nicht ab.

Jade aus Australien und Calum aus Neuseeland sind zum ersten Mal in Afghanistan . Sie besuchen das Bamiyan-Tal. Hier haben die Taliban 2001 die riesigen Buddha-Statuen, jahrhundertealte Monumente, gesprengt. Heute klaffen in den Felswänden nur noch die riesigen leeren Umrisse der Statuen. Touristen können heute bei den Taliban Tickets erwerben, um die leeren Felsnischen zu besichtigen.

Urlaub in Afghanistan - zu Hause habe das vor allem Kopfschütteln ausgelöst, berichtet Calum. "Ich glaube, alle sind schockiert. Wenn man an Afghanistan denkt - uns eingeschlossen -, dann denkt man leider an Krieg und Gewalt. Das ist traurig, denn so viele Menschen hier sind unglaublich liebenswürdig und nett."

Beide hat die unberührte Natur gelockt und sie wollen ohne Flugzeug von Japan nach Großbritannien reisen. Jade sagt weiter:

Estefan ist aus Kolumbien nach Afghanistan gekommen. Das Land stand schon lange auf seiner Liste. "Ich bin Historiker, und da man jetzt nach Afghanistan reisen kann, wollte und musste ich natürlich hierherkommen. Es war das einzige Land in Zentralasien, das mir noch fehlte", so Estefan.

Er hat keine Angst und fühlt sich sicher in Afghanistan. "Ich habe mich auf meinen Reisen durch das Land sehr sicher gefühlt. Überall im Land gibt es Sicherheitsvorkehrungen: in jeder größeren Stadt, auf allen Straßen sowie an allen Zufahrten zu Städten, Touristenattraktionen und Kulturstätten", sagt der Kolumbianer.

Die Sicherheit, so behaupten es die Taliban, habe sich verbessert. Qari Mustafa Saleh ist der Leiter der Abteilung für Information und Kultur der Provinz Bamiyan. Er ist verantwortlich für den Tourismus in der beliebten Region, die sich in den Hochgebirgstälern des Hindukusch befindet. "Sicherheit besteht in allen Gebieten, Winkeln und Teilen des Landes. Touristen aus jedem beliebigen Land können Afghanistan mit völligem Vertrauen bereisen", betont er.

Doch nahezu alle westlichen Staaten - auch Deutschland - warnen vor Reisen in das Land am Hindukusch. Es bestehe unter anderem die Gefahr von Entführungen und Terroranschlägen. Deutschland unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu den Taliban und hat keine Botschaft in Afghanistan.

Wer trotz der Warnung einreist, begibt sich in einen weitgehend rechtsfreien Raum ohne staatlichen Schutz durch sein Heimatland.

Jade und Calum hat das nicht gestört. Sie sind mit einem lokalen Reiseführer unterwegs. Beide fühlen sich sicher. Die Australierin muss in Afghanistan ein Kopftuch tragen. Urlaub in einem Land, in dem Frauen unterdrückt werden - Jade geht das nicht aus dem Kopf. Sie gesteht:

"Und welch großes Glück ich habe, hierher reisen zu können und problemlos ein Visum zu bekommen, während die Menschen vor Ort das Land nicht verlassen können."

Die bekannteste Freizeitattraktion in Afghanistan ist der "Band-e Haibat" im Band-e-Amir-Nationalpark. Etwas skurril ist es hier: In den bunten Tretbooten sieht man immer auch bewaffnete Taliban auf dem See herumschippern.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zdf.de — der Inhalt gehört ZDFheute.

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