Luxusreisen: Warum Sie die Antarktis trotzdem nicht besuchen sollten
Whirlpool mit Blick auf schmelzende Eisberge: Kreuzfahrten in die Antarktis sind einzigartig, aber auch üble Klimasünden.
Südpol-Guides erzählen, warum sie ihren Job geschmissen haben. „Wer die Antarktis beschreiben kann, war nie da“, sagt Björn Naess.
Was er meint: Wer den Kontinent sieht, dem fehlen die Worte.
Und der Kapitän sorgt dafür, dass die Menschen zum Südpol kommen: Sein Schiff, die „Fridtjof Nansen“, ist sowohl Expeditions- als auch Kreuzfahrtschiff, die teuren Ecksuiten an Bord haben einen eigenen Whirlpool.
Wer den Eisbergen beim Schmelzen zusehen will, kann das im warmen, schäumenden Wasser tun.
Ist das jetzt die ultimative Antarktis-Erfahrung oder eine schwere Klimasünde? Mehrfach im Jahr bricht das Schiff von HX-Expeditions (gehörte früher zu Hurtigruten) vom argentinischen Ushuaia aus in den Norden des südlichsten Kontinents auf.
Statt mit Musicals und Fine Dining lockt die Reederei Passagiere mit Laboren und Fachvorträgen von mitreisenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
Im Kreuzfahrt-Klimaranking der Umweltorganisation Nabu belegt HX-Expeditions, die auch andere Touren anbietet, einen Platz im Mittelfeld.
Von allen Luxusreisen an selten besuchte Orte zählt der Trip in die Antarktis zu den exklusivsten und aufwendigsten.
Die Anreise nach Patagonien, die Schiffsreise selbst – nur wenige touristische Unternehmungen sind klimaschädlicher.
Und am meisten darunter leiden ausgerechnet die Antarktis und ihre Bewohner.
Tourguides, die ihre Jobs in der Antarktis aufgegeben haben Tourismusforscherinnen und -forscher von der Universität Groningen haben jüngst mit Antarktis-Tourguides gesprochen, die ihren Job geschmissen haben: 25 Frauen und Männer, von denen die meisten nicht mehr mitansehen konnten und wollten, wie eines der letzten Naturparadiese vor den Augen der Besucherinnen und Besucher zugrunde geht – mit ihrer Hilfe.
Sehen und lesen Sie in der Fotostrecke, was die Tourguides sagten – und was sonst noch gegen einen Trip an den Südpol spricht (auch wenn er trotz alledem so verführerisch ist).
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.