Plötzlich hinten dran - Charaktertest für diesen Schalke-Star
Irgendwie passt's noch nicht so ganz! Schalkes Sommer-Zugang Dina Ebimbe (25) wollte in Gelsenkirchen seiner Karriere neuen Schwung verleihen. Jetzt wurde er eiskalt ausgebremst. Die große Frage: Wie geht er damit um?
Auf den ersten Blick wirkt die Saison für Ebimbe stabil: In drei von sechs Spielen stand der Sommer-Neuzugang von Eintracht Frankfurt (0,8 Mio. Euro fix, plus 0,5 Boni) in der Startelf. Doch auf einmal ist er so richtig hinten dran ...
Bei seinem Pflichtspiel-Debüt im Pokal beim Halleschen FC (5:2 n.V.) musste der rechte Schienenspieler zur Pause raus. Danach setzte Trainer Miron Muslic (44) lieber auf Dejan Ljubicic (29). Weil der sich aber verletzte, rutschte Ebimbe wieder rein. Nur um dann erneut auf die Bank zu müssen, nachdem Langzeit-Ausfall Adrian Gantenbein (25) wieder spielen konnte. Zuletzt musste Ebimbe also gegen Freiburg 90 Minuten von draußen zuschauen. Und da Gantenbein eine gute Leistung zeigte, und Ljubicic bald wieder fit sein wird, dürften die Einsatzchancen weiter sinken.
BILD weiß: Intern wurde Ebimbe nach dem 3:1-Sieg bei Union von Muslic scharf kritisiert. Beim Gegentor zum 1:2 spekulierte der Kameruner auf ein Stürmerfoul seines Gegenspielers. Eine Verhaltensweise, die nicht zum von Muslic propagierten „Defend until the end“ (auf Deutsch: Verteidige bis zum Schluss) passt.
Ebimbe selbst muss es jetzt seinen Kritikern – und seinem Trainer – beweisen. In Frankfurt galt er als durchaus launischer Spieler, der ungeduldig war. Er selbst bekräftigte im Sommer, sich gebessert zu haben (BILD berichtete). Doch sein schwieriger Schalke-Start wird nun zur Charakterprobe: Bleibt der talentierte und flexible Mittelfeldspieler am Ball und beweist sich Muslic neu? Oder lässt er sich womöglich hängen? In dem Fall dürfte er es beim strengen Führungsstil seines Trainers noch schwerer haben.
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