Hütter bricht PK ab - Eintracht-Stadion nach Heimsieg evakuiert
Frankfurt – Adi Hütter (56) hatte gerade eine Frage nach Nnamdi Collins (22) beantwortet, da störte ihn eine weibliche Stimme. Um 23.18 Uhr tönte aus den Lautsprechern des Pressekonferenz-Raums ein Alarmsignal, danach die Ansage: „Verehrte Gäste, wegen einer technischen Störung bitten wir Sie, zu Ihrer Sicherheit das Gebäude zu verlassen.“
Der Eintracht-Trainer schaute erst verdutzt, dann schmunzelte er. Im Hintergrund schaute Vorstandssprecher Axel Hellmann (55) ratlos. Nach einer knappen Minute beendete Pressesprecher Bartosz Niedzwiedzki die PK und verabschiedete die Journalisten in den vorzeitigen Feierabend. Es wurden gerade mal vier Fragen gestellt.
Es waren noch einige tausend Zuschauer im Stadion, sowohl im VIP-Bereich als auch im Umlauf. Eigentlich wollten sie den 1:0-Heimsieg gegen den FC Köln feiern, doch die Technik machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.
Vor dem Stadion sammelten sich die Fans, zehn Minuten später fuhren zwei Feuerwehr-Löschfahrzeuge mit Blaulicht an der Haupttribüne vor. Die Feuerwehrmänner stiegen aus und sprachen kurz mit Verantwortlichen. Unter den Zuschauern machten Gerüchte die Runde, einer der Aufzüge sei abgestürzt, doch das erwies sich als Falschmeldung – zum Glück.
Die Leitstelle prüfte alles, um 23.34 Uhr zog die Feuerwehr wieder ab. Ein paar Minuten später fuhr der Kölner Mannschaftsbus aus der Stadion-Garage.
Der Grund für die Hektik: Es war ein Fehlalarm, der angeblich durch einen Defekt in der Sauna der Eintracht-Kabine ausgelöst wurde. Bestätigt wurde das nicht. Eine knappe Viertelstunde vor Mitternacht konnten die VIP-Anhänger wieder die Businessbereiche betreten – und nach einer kleinen Unterbrechung doch noch den Heimsieg feiern.
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