Acht Folgen ab 16. September: Deutsche Disney-Serie mit großem Star-Aufgebot: Ist "City of Blood" das neue "Babylon Berlin"?
Während das ARD-Serien-Großprojekt "Babylon Berlin" zu Ende geht, startet bei Disney+ sozusagen die Fortsetzung: "City of Blood" schickt nicht nur ein vergleichbares Star-Aufgebot ins Rennen, sondern weidet sich mit den Mitteln des Sci-Fi- und Horrorgenres ebenso am deutschen Untergang.
Deutschland, deine Dystopien – so könnte man dieser Tage das ein oder andere zeitgeschichtliche Ereignis beschreiben.
Dass die Deutschen sich teils entsetzt, mitunter aber fast schon lustvoll mit dem eigenen Abstieg beschäftigen, zeigen derzeit die größten Serienprojekte des Landes.
"Babylon Berlin" lief – zunächst als Koproduktion von Sky und ARD – von 2017 bis 2026.
Gerade hat der mittlerweile alleinige Produzent ARD die finale fünfte Staffel im Programm.
Die neue, sehr aufwendige Disney-Serie "City of Blood" (alle acht Folgen ab Mittwoch, 16.
September) erscheint nun wie eine Fortsetzung der Niedergangsgeschichte der Weimarer Republik.
Während "Babylon Berlin" Zeitgeschichte unter dem – kaum verhüllenden – Deckmantel einer historischen Kriminalserie abarbeitete, entstand "City of Blood" nach der gefeierten Graphic Novel-Reihe "Berlinoir" (2003-2008) und erzählt aus einem knallharten Berlin der nahen Zukunft.
Im Zuge des Klimawandels herrscht unerträgliche Hitze.
Die Spree hat nur noch ein ausgetrocknetes Flussbett zu bieten.
Außerhalb der Stadt sieht es eher aus wie im Death Valley, Deutschland ist eine Wüstenlandschaft.
Berlin ist schmutzig und vollgestopft mit Menschen.
Die Straßen werden mit giftigen Dämpfen brachialdesinfiziert.
"Nach der letzten Pandemie", wie es im Off-Kommentar des Serien-Intros heißt, haben die Schwestern Phoebe (Soma Pysall) und Bea (Lea Drinda) ihre Familie verloren.
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