SPD-Politikerin irritiert - Schwesig wählen für die AfD? Versprecher im ZDF
Berlin – War das der Stress des Wahlabends? ZDF-Moderatorin Shakuntala Banerjee (53) unterlief am Sonntagabend im Interview mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (52, SPD) ein schräger Versprecher.
„Sie haben zweistellig aufgeholt, aber der Preis war hoch. Sie mussten am Ende auf Ihre Wahlplakate schreiben: ‚Wenn Sie mich wählen wollen, dann müssen Sie AfD wählen‘“, behauptete Banerjee und fragte: „Geht Erfolg in der AfD nur noch gegen die eigene Partei?“
Schwesig blinzelte und reagierte sichtlich irritiert. „Ich habe nicht auf meine Plakate geschrieben: ‚Wenn Sie mich wählen, müssen Sie AfD wählen’. Entschuldigung?“
Doch Banerjee setzte nochmal nach: „Es gab Zusatzaufkleber, die wir hier gestern gesehen haben. Die klebten auf Ihren Wahlplakaten. Und Sie haben sehr stark gegen die eigene Partei auch Wahlkampf gemacht, gegen Bundespositionen. Braucht es diesen Gegenwind, um für die SPD noch erfolgreich zu sein?“
Das wollte Schwesig nicht so stehen lassen. Sie stellte klar: „Entschuldigung, ich glaube, Sie haben sich gerade versprochen. Ich will es nochmal sagen. Wir haben auf unsere Plakate geklebt: ,Wer Schwesig will, wählt SPD.‘ Und das ist ja so. Ich bin die Spitzenkandidatin der SPD .“
Daraufhin machte Banerjee im Interview weiter, ohne noch einmal auf die Frage einzugehen oder sich zu entschuldigen.
Schwesig hatte sich im Wahlkampf immer wieder von der Bundespartei abgesetzt, Berlin mehrfach scharf kritisiert. Auf ihren Wahlplakaten warb sie mit ihrer Person, ihre Partei war dort nur klein als Logo zu sehen. Auf einem ihrer zentralen Plakatmotive „Die Frau gegen Blau“ verzichtete sie sogar ganz darauf.
Offenbar zur Sicherheit, dass die Wähler wissen, wo sie ihr Kreuz machen müssen, wurden diese kurz vor der Wahl mit dem Zusatzaufkleber „Wer Schwesig will, wählt SPD“ versehen.
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