Ex-Boss vor brisanter Rückkehr - Hecking sieht Nürnberg lange oben
Nürnberg – Es ist kein Spiel wie jedes andere für Wolfsburg-Boss Dieter Hecking (62)! Am Samstag (20.30 Uhr/Sky, Nitro und Liveticker auf BILD.de) kehrt Nürnbergs Ex-Vorstand erstmals in offizieller Funktion wieder ins Max-Morlock-Stadion zurück. Insgesamt sechseinhalb Jahre war Hecking als Trainer und Sportvorstand bei den Franken unter Vertrag.
Während seine damalige Arbeit als Trainer von den meisten Club -Fans positiv gesehen wird, wird seine Funktionärstätigkeit noch immer sehr kontrovers im Verein diskutiert. Zur Erinnerung: Heckings spektakuläre Entlassung stufte der Aufsichtsrat am 5. Mai 2024 als „unvermeidbar“ ein.
Obwohl das Kontrollgremium Heckings Transfererlöse und seine Nachwuchsförderung ausdrücklich lobte, watschte damals Aufsichtsratschef Peter Meier (64) in der offiziellen Pressemitteilung seinen Vorstand knallhart ab. Die sportliche Entwicklung sei unter Hecking „in dieser Saison rückläufig und im Rückblick auf die vergangenen vier Jahre auf unbefriedigendem Niveau konstant“ gewesen.
Das sieht der Niedersachse auch heute noch ganz anders. Der Grundstein für Nürnbergs Aufwärtstrend sei, laut Hecking, auch seiner damaligen Arbeit als Sportvorstand zu verdanken. Deswegen sehe er seinen langjährigen Arbeitgeber auch als ernsthaften Aufstiegskonkurrenten für seinen VfL Wolfsburg. Hecking im BILD-Gespräch: „Nürnberg hat einen großen Vorteil: Sie haben eine eingespielte Mannschaft. Sie konnten seit gefühlt zig Jahren das erste Mal die Mannschaft weitestgehend zusammenhalten. Einen Zoma zu halten trotz Angeboten von angeblich 20 Millionen Euro, zeigt ja schon, was sie vorhaben. Ich bin überzeugt, dass Nürnberg eine Mannschaft sein wird, die lange oben mitspielen wird.“
Die scharfen Nürnberger Abschiedsworte sollen den jetzigen Wolfsburg-Boss hart getroffen haben. Dennoch sieht Hecking im Duell mit seinem Ex-Klub ein ganz normales Zweitliga-Spiel. Zu BILD sagt er: „Die Rückkehr ist für mich nichts Besonderes. Ich bin immer mal wieder in Nürnberg, weil ich im und außerhalb des Vereins viele Freunde habe. Ich freue mich, werde dort viele bekannte Gesichter wiedersehen.“
Der 62-Jährige betont im Vorfeld des Top-Duells, dass er die positive Entwicklung seines Ex-Klubs natürlich in den letzten beiden Jahren beobachtet habe. „Ich verfolge immer den Weg und die Entwicklung der Vereine, für die ich gearbeitet habe. Das ist für mich ganz normal. Ich weiß schon, was die letzten Jahre in Nürnberg passiert ist.“
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