Preisexplosion an den Märkten: Öl und Gas: Drohen den Kunden hohe Heizkosten im Winter?
Wie wirkt sich die Preisexplosion bei Öl und Gas auf die Heizkosten aus? Versorger und Händler halten Prognosen für schwierig.
Die Stadtwerke Halle kündigen an, reagieren zu müssen.
Versorger und Handel blicken angespannt auf die derzeitigen Preisanstiege bei Öl und Gas.
Angesichts hoher Beschaffungskosten an den Energiebörsen reagiert der größte kommunale Versorger Sachsen-Anhalts, die Stadtwerke Halle, mit einer Preiserhöhung ab dem kommenden Januar.
Der endgültige Preis stehe noch nicht fest.
Die Kunden würden voraussichtlich Anfang November informiert, teilte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mit.
Ob derartige Preiserhöhungen flächendeckend drohen, ist noch unklar: Für belastbare Aussagen zu den Heizkosten im kommenden Winter ist es nach Ansicht von Ostdeutschlands größtem Gasversorger VNG zu früh.
Aktuell sind die VNG Gasspeicher nach Angaben des europäischen Gasnetzbetreiber-Verbands „Gas Infrastructure Europe“ (GIE) zu rund 60 Prozent gefüllt.
Der Erdgasspeicher des Unternehmens Storengy in Peckensen (Atlmarkkreis Salzwedel) ist demnach gar zu knapp über 80 Prozent gefüllt.
Ob das aber für den kommenden Winter ausreiche, hänge nicht allein vom Speicherstand, sondern auch von der weiteren Preisentwicklung und Importmengen, der Verfügbarkeit von LNG-Flüssiggas und der kommenden Witterung ab.
Eine hohe Nachfrage zur Speicherbefüllung bei gleichzeitig begrenztem Angebot könne zu Preisdruck führen - insbesondere im Wettbewerb um LNG-Mengen. „Gleichzeitig verfügt Deutschland heute über deutlich breiter aufgestellte Bezugsquellen als noch vor wenigen Jahren“, so VNG -Sprecherin Melanie Hensel.
Kostenexplosion an der Börse landet nicht sofort bei Kunden Für Endkunden werde der aktuell steigende Großhandelspreis nicht automatisch und unmittelbar spürbar sein.
Viele Versorger beschafften ihre Gasmengen langfristig, so Hensel weiter.
Dem stimmen die Stadtwerke Halle zu: Bereits günstig eingekaufte Energiemengen könnten kurzfristige Marktentwicklungen teilweise abfedern.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.