ARD-Talkshow: Markus Söder bei Caren Miosga: Wie im Schleudergang
„Caren Miosga“ verkommt zum Chaos-Ritt durch die politische Woche.
Dabei gäbe es Wichtiges zu bereden.
Doch dazu müsste sich die Sendung selbst ernst nehmen.
Markus Söder brauchte gut eine Viertelstunde für seinen ersten Lacher.
Angesprochen darauf, dass BMW dem neu gewählten AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt, Tobias Rausch, offenbar keinen Dienstwagen anbieten möchte, antwortete Söder: „Das entscheidet BMW selbst.
Aber der AfD kann es ja Wurscht sein.
Die fahren eh wahrscheinlich lieber Lada aus Russland.“ Lachen im Publikum, und vermutlich auch hier und da bei den Zuschauern vorm Fernseher, auf der Familiencouch.
Miosga schmunzelte ebenfalls.
Vielleicht war das ja ihr Plan für diese Sendung: virale Clips für Instagram erzeugen.
Söder-Auftritte in Talkshows liefern diese so verlässlich wie bayerische Autohersteller Gewinneinbrüche zum Quartalsende.
Ein anderer Plan war jedenfalls nicht zu erkennen.
Unter der Frage „Wie kommt die Regierung aus der Krise , Herr Söder?“ hetzte Miosga in 60 Minuten unter anderem durch folgende Themen: die Zukunft von Minijobs, die Brandmauer, die Dienstwagenverträge eines bayerischen Autoherstellers, Szenarien zum Kanzlertausch, die Pflegereform – wir holen an dieser Stelle kurz Luft – die Rente mit 63, den Tankrabatt, die Erdgasförderung, verlängerte Politiker-Amtszeiten.
Caren Miosga spurtet von Thema zu Thema Eine Sendung wie ein Schleudergang , 1400 Umdrehungen pro Minute, Schnellprogramm.
Und der Versuch, Ordnung ins Chaos im ARD-Sonntagabendprogramm zu bringen.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.