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Welle der Gewalt: 400 Festnahmen und 60 verletzte Polizisten in Frankreich

Stern ·
Welle der Gewalt: 400 Festnahmen und 60 verletzte Polizisten in Frankreich

Ein Rathaus weitgehend zerstört, Geschäfte geplündert, 60 Polizisten verletzt: Frankreich erlebt einen Protesttag voller Gewalt.

Warum die Regierung auch einen neuen Gelbwestenprotest fürchtet.

Nach einem frankreichweiten Protesttag mit beispiellosen Ausschreitungen und Plünderungen in Paris und anderen Städten blieb die Lage am Abend angespannt.

In der zentralfranzösischen Großstadt Limoges kämpften Feuerwehrleute gegen einen von Randalierern gelegten Brand, der das große historische Rathaus weitgehend zerstörte.

Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire äußerte sich im Sender BFMTV besorgt, weil in Teilen der Hauptstadt weiterhin Plünderer unterwegs seien.

Die Regierung kam am Abend zu einer Krisensitzung zusammen.

Bei den landesweiten Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten kam es in vielen Städten in Frankreich zu Gewalt sowie Sachbeschädigungen mit Millionenschäden.

Vermummte Randalierer, die laut Innenminister Laurent Nuñez aus dem linksextremen Spektrum kamen, griffen Rathäuser, Polizeistationen und andere staatliche Gebäude an.

400 Menschen wurden festgenommen und 60 Polizisten verletzt.

Demonstranten durch Polizeigranaten verletzt Auch aufseiten der Demonstranten gab es nach Medienberichten Verletzte.

In Saint-Étienne sei einem 17-Jährigen von einer durch die Polizei abgefeuerten Granate eine Hand abgerissen worden, berichtete die Zeitung „Le Figaro“.

Im ostfranzösischen Nancy seien drei Menschen durch eine Blendgranate der Einsatzkräfte verletzt worden, schrieb die Zeitung „L'Est Républicain“.

Premierminister Sébastien Lecornu verurteilte die Ausschreitungen : „Denjenigen, die diese Gewalttaten ganz offensichtlich als „Aufwärmrunde“ vor den Präsidentschaftswahlen nutzen wollen, sage ich ganz klar: Wir lassen uns nicht einschüchtern.

Niemand wird seine politische Agenda mit Gewalt durchsetzen.“ Die Anweisungen seien klar: „Übergriffe verhindern, Eigentum und Personen schützen, die Täter festnehmen und der Justiz überstellen.“ Macron : Unruhestifter wollen den Staat untergraben Präsident Emmanuel Macron drohte den Verantwortlichen mit Konsequenzen. „In unserer Republik ist kein Platz für Gewalt“, sagte er am Abend. „Diejenigen, die sowohl Präfekturen als auch Geschäfte zerstört und angegriffen sowie sogar unsere Rathäuser geplündert haben, werden strafrechtlich verfolgt und bestraft.“ Den Ordnungskräften, die das Demonstrationsrecht gewährleisteten, versichere er die Unterstützung der Nation, schrieb Macron auf X.

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