Thomas Hitzlsperger: Verletzende Kabinenmomente vor dem Coming-out
Thomas Hitzlsperger spricht über verletzende Kabinenerlebnisse und körperliche Folgen seiner jahrelangen Angst vor dem Coming-out.
Wenn unter seinen Mannschaftskollegen über Homosexualität gesprochen wurde, hörte Thomas Hitzlsperger (44) offenbar besonders genau hin.
Im NDR-Podcast „Wie geht's? mit Robin Gosens“ erinnert sich der ehemalige Nationalspieler an zwei Situationen, die ihn rückblickend „fast schon schockiert“ hätten.
Seine Mitspieler wussten damals noch nichts von seiner Homosexualität.
In einer Kabine sei damals die Frage aufgekommen, ob es schwule Fußballprofis gebe und wie die Mannschaft reagieren würde, wenn einer von ihnen homosexuell wäre.
Vor allem die Wortführer im Team hätten dabei großen Einfluss gehabt.
Einer von ihnen habe etwas gesagt, das ihn „echt verletzt“ habe, erzählt der heutige TV-Experte und Funktionär, ohne näher ins Detail zu gehen.
Für Hitzlsperger sei danach jedenfalls klar gewesen: „Ich würde den Teufel tun und hier was sagen.“ Namen nennt Hitzlsperger nicht.
Zugleich betont er, dass sich seine Erfahrungen nicht auf den gesamten Profifußball übertragen ließen.
Heute erlebe er viele Menschen im deutschen Fußball als tolerant.
Dennoch sieht er gerade innerhalb einer Mannschaft besondere Hürden: Spieler ziehen sich gemeinsam um, duschen zusammen und teilen damit einen vergleichsweise intimen Raum.
Vorurteile und mangelnde Aufklärung könnten in diesem Umfeld zusätzliche Unsicherheiten schaffen.
Bei Lazio Rom wurde die Belastung körperlich Über seinen jahrelangen inneren Konflikt und die schwierige Zeit bei Lazio Rom hat Hitzlsperger bereits mehrfach gesprochen.
Im Gespräch mit Gosens schildert er nun jedoch besonders anschaulich, wie sehr ihn die Situation damals auch körperlich belastete.
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