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Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen: Dachverband der DDR-Opfer kritisiert Linken-Forderung nach Enteignung

Die Zeit Politik ·
Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen: Dachverband der DDR-Opfer kritisiert Linken-Forderung nach Enteignung

Der Vorsitzende des Dachverbands der DDR-Opfer, Dieter Dombrowski, hat die Forderung der Berliner Linken nach einer Enteignung von Wohnungskonzernen kritisiert. Dabei verwies er auch auf Erfahrungen aus der DDR. »Was Verstaatlichung für Folgen hat, konnte man vor 1989 in ganz Osteuropa und der DDR sehen«, sagte Dombrowski dem Redaktionsnetzwerk Deutschland . »Wohnungen gab es damals keine. Und wenn es welche gab, dann waren sie in einem jämmerlichen Zustand – mit Ausnahme der Neubauten.«

Deshalb sei die Forderung nach Verstaatlichung von Wohnungsgesellschaften »auch aus historischen Gründen falsch«, ergänzte der Vorsitzende der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG). Die Lösung des Problems könne nur darin bestehen, Wohnungen zu bauen. Dombrowski warnte: »Verstaatlichungen sind der Weg zum Sozialismus. Er macht nicht alle gleich, aber alle gleich arm.«

In Berlin wird am 20. September das Abgeordnetenhaus neu gewählt. Die Linke hat laut Umfragen gute Chancen, mit Elif Eralp die erste linke Bürgermeisterin der Hauptstadt zu stellen. Eine rot-rot-grüne Koalition hätte eine deutliche Mehrheit.

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