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Ei, Lachs, Steak – alles geschlagen - Neues Ranking! Diese Eiweißquelle landet auf Platz 1

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Ei, Lachs, Steak – alles geschlagen - Neues Ranking! Diese Eiweißquelle landet auf Platz 1

Wer beim Protein-Kauf zu Eiern, Lachs oder Käse greift, liegt laut einem neuen Ranking nicht unbedingt vorn. Ein Forscher der University of Cambridge hat 20 beliebte Proteinquellen nach Gesundheit, Umweltbelastung, Preis und Verfügbarkeit bewertet. Das Ergebnis: Tofu landet auf Platz 1, Cheddar-Käse auf dem letzten Rang.

Dr. Chris Macdonald stellte dafür im Fachjournal „ Frontiers in Sustainable Food Systems “ den sogenannten BPI-Score vor. Während viele Lebensmittel-Labels nur einen einzelnen Aspekt bewerten, etwa die Nährwerte oder die Umweltbilanz, soll der BPI-Score mehrere Faktoren berücksichtigen und so ein umfassenderes Bild liefern.

Der Score setzt sich aus zwei Bereichen zusammen: „Planet“ für die Umwelt und „People“ für Auswirkungen des Lebensmittels auf den Menschen. Für den Umweltteil flossen Treibhausgasemissionen, Wasserverschmutzung, Landnutzung und der Verbrauch von blauem Wasser (Grund- und Oberflächenwasser) ein. Der People-Score berücksichtigte Natrium, gesättigte Fettsäuren, Cholesterin, die Vollständigkeit des Aminosäureprofils, den Preis und die Verfügbarkeit. Die Höchstbewertung lag bei 40 Punkten. Die Nährwertdaten stammten aus der Nutritionix-Datenbank, die Umweltdaten aus einer Studie von 2022. Preise und Verfügbarkeit wurden anhand britischer Supermärkte ermittelt.

Mit 36 von 40 Punkten erreichte Tofu im Ranking von Dr. Chris Macdonald den höchsten Gesamtwert. Dahinter folgen Chiasamen, Bohnen, Quinoa, Sonnenblumenkerne und Linsen. Erst auf Platz 7 erscheint mit Hähnchenbrust die bestplatzierte tierische Proteinquelle . Die Lebensmittel im Ranking (und zur besseren Vergleichbarkeit ihr reiner jeweiliger Proteingehalt pro 100 Gramm in Klammern – NICHT ihr BPI-Score):

BILD fragte bei Macdonald nach, welche Proteinquelle seiner Meinung nach von vielen Menschen als besonders gesund wahrgenommen wird, im Ranking aber schlecht abgeschnitten hat. „Rindfleisch wird häufig als hochwertiger Proteinlieferant wahrgenommen. Wenn man jedoch die gesamten Kosten berücksichtigt, gehört es durchgängig zu den schlechtesten Optionen“, so der Wissenschaftler. Cheddar-Käse landete im Ranking sogar auf dem letzten Platz. Zwar werde Käse oft ohnehin eher als Genussmittel betrachtet, viele Menschen unterschätzten laut dem Forscher jedoch „wie viel Fett und Natrium er häufig enthält“.

Macdonald bezeichnet den BPI-Score ausdrücklich als erste Version. Die Auswahl und Gewichtung der Kriterien beeinflussen das Ergebnis maßgeblich. Zudem basieren Preis- und Verfügbarkeitsdaten auf dem britischen Markt und lassen sich nur eingeschränkt auf andere Länder übertragen. Hinzu kommt: Der Forscher gründete selbst das „Better Protein Institute“, das den Umstieg auf alternative Proteinquellen fördern möchte. Eine zweite Version des Scores soll weitere Faktoren einbeziehen.

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