„Ich bin kein Heuchler“ - Handschlag-Eklat nach Skandal-Derby
Das Südwest-Derby im DFB-Pokal zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern (0:1 n.V.) wird man so schnell nicht vergessen. Sportlich setzten sich die Pfälzer nach einem herrlichen Schlenzer zum Last-Minute-Sieg von Neuzugang Ibrahim Kanaté in der Verlängerung durch. Doch die Schlagzeilen beherrschte die Randale mit rund 35 verletzten Polizisten , insgesamt 85 verletzten Personen und mehreren Festnahmen.
Schiedsrichter Robert Schröder musste die Partie zwischenzeitlich sogar unterbrechen, nachdem aus dem Lautern-Block Raketen flogen und Mannheim-Ultras den Platz stürmten . Während des Spiels war die Stimmung auf dem Platz bereits aufgeheizt, Zweikämpfe intensiv mit wiederkehrenden Nickligkeiten. Auch an der Seitenlinie wurde es zwischen beiden Trainerbänken emotional.
Nach Abpfiff läuft Lautern-Trainer Torsten Lieberknecht zu seinem Mannheimer Gegenüber Rui Mota (47), um ihm die Hand zu geben. Doch der Portugiese verweigert gestikulierend den Handschlag. Stattdessen gab es ein Wortgefecht zwischen den beiden.
Auf der Pressekonferenz wird Mota von einem Journalisten darauf angesprochen. Der Mannheim-Trainer liefert auf Englisch eine ausführliche Erklärung und erhebt schwere Vorwürfe gegen Lieberknecht. Mota: „Ich bin kein Heuchler. Wenn mich jemand während des Spiels attackieren will, und mir danach die Hand geben will. Es sieht dann zwar gut aus, aber so ist es für mich nicht. Man muss sich während des Spiels benehmen. Wenn mich jemand während des Spiels bedroht, und mir danach die Hand geben möchte, um zu sagen: ‚Gut gespielt, wir haben gewonnen’. Ich habe keine zwei Gesichter. Ich habe nur ein Gesicht. Ich respektiere jeden. Ich gebe alles für einen Sieg, der andere Trainer auch. Aber nicht jemanden bedrohen. So ist es nicht. Ich bin kein Heuchler, ich schüttele keine Hände, nur damit es vor der Kamera gut aussieht.“
Der Mannheimer Pressesprecher übersetzt die Aussagen Motas anschließend. Lieberknecht wird auf die Vorwürfe des Portugiesen nicht angesprochen.
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