Irans Präsident sieht guten Zeitpunkt für Kriegsende mit den USA
"Position der Stärke" Irans Präsident wirbt für Kriegsende mit den USA Stand: 21.08.2026 • 17:21 Uhr
Trotz der massiven US-Angriffe im vergangenen halben Jahr scheint das iranische Regime weiter fest an der Macht zu sein. Präsident Peseschkian spricht sich jetzt für ein Ende des Krieges aus. Er sieht sein Land im Vorteil.
Kommende Woche ist es genau ein halbes Jahr her, dass Israel und die USA ihren Krieg gegen Iran begonnen haben. Eine vereinbarte Waffenruhe wurde wiederholt gebrochen, zuletzt gab es vereinzelte gegenseitige Attacken. Eine diplomatische Lösung gibt es aber weiterhin nicht.
Der iranische Präsident wirbt jetzt für ein Ende der militärischen Eskalation. Früher oder später müsse der Krieg beendet werden, sagte Massud Peseschkian laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna auf einer Ärztekonferenz.
"Es ist besser, ihn heute zu beenden, da wir in einer Position der Stärke und Würde sind", fuhr Peseschkian fort. Die USA seien durch den Krieg in der ganzen Welt verhasst, meinte der iranische Präsident, der auch Regierungschef ist.
Peseschkian lehnte bei seiner Rede eine Kapitulation kategorisch ab. "Wir werden uns unter keinen Umständen der Einschüchterung beugen, daran besteht keinerlei Zweifel. Bis zum letzten Atemzug werden wir ihnen gegenüberstehen und ihnen eine vernichtende Antwort geben", sagte er.
Der iranische Präsident stellt sich damit hinter die Unterhändler, die eine Einigung mit den USA anstreben. Im Regime gibt es aber Widerstände gegen weitere Gespräche mit den USA - allen voran innerhalb der Revolutionsgarde.
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Der Konflikt zwischen Iran und den USA ist militärisch festgefahren. Teheran steht zunehmend unter wirtschaftlichem Druck. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Iran mit einem "Wirtschaftskrieg" zum Einlenken zu bringen . Er sprach von wirtschaftlicher Kriegsführung und einer Isolation Irans im nie dagewesenen Ausmaß.
Als einer der wichtigsten iranischen Handelspartner hat China das nun als unangemessen zurückgewiesen. "Sanktionen und Druck werden nicht dazu beitragen, das Problem zu lösen", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian.
Peking rufe "alle relevanten Parteien auf, verantwortungsvolle Schritte zu unternehmen und das Problem auf politischem und diplomatischem Wege zu lösen". Die chinesische Regierung lehne "illegale einseitige Sanktionen ab, die keinerlei Grundlage im Völkerrecht haben und nicht vom UN-Sicherheitsrat autorisiert wurden", fügte er hinzu.
Wie verhält sich China im Iran-Krieg? Peking versucht es mit einer Doppelstrategie. mehr
Die US-Regierung hatte auch ihre Verbündeten sowie China zur Unterstützung des von Trump angekündigten "Wirtschaftskrieges" aufgerufen. Laut Finanzminister Scott Bessent wird Washington auf Verbündete und Rivalen "zugehen und sagen: Entweder ihr seid auf unserer Seite oder gegen uns".
Für den 24. September ist ein Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Weißen Haus geplant. Dabei dürfte das Thema Iran wie schon bei Trumps Besuch im Mai in Peking zur Sprache kommen.
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