Verwirrung um von Trump verkündete „Energie-Waffenruhe“ - Kiew meldet neue russische Angriffe
Verwirrung um die von US-Präsident Donald Trump verkündete „Energie-Waffenruhe“ im Ukraine-Krieg: Russland hat das Inkrafttreten einer solchen Einigung am Montag nicht bestätigt und nach Angaben Kiews erneut Energie-Anlagen in der Ukraine angegriffen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, Kiew werde „reagieren“, sollte sich Moskau nicht an die Waffenruhe halten.
Die EU verhängte im wegen des russischen Angriffskriegs Sanktionen gegen zusätzliche fast 1600 Verantwortliche und Organisationen.
Trump hatte am Sonntag erklärt, die Ukraine und Russland hätten zugestimmt, ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des jeweils anderen Staates einzustellen.
Die „Energie-Waffenruhe“ trete mit „sofortiger Wirkung“ in Kraft.
Einen ähnlichen Vorschlag hatte Trump schon Mitte September gemacht.
Die nun von Trump bekanntgegebene Teil-Waffenruhe bestätigte Russland nicht. „Sobald wir etwas dazu zu sagen haben, werden wir Sie selbstverständlich darüber informieren“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
Auf Kiews Forderung nach einer 60-tägigen vollständigen Waffenruhe für das Abhalten von Wahlen im Land angesprochen, sagte Peskow, Präsident Wladimir Putin als Oberbefehlshaber der Armee werde bereit sein, bei einer Präsidentenwahl „die Ukraine am Wahltag nicht anzugreifen“.
Selenskyj hatte am Sonntag gesagt, die von Trump verkündete „Energie-Waffenruhe“ sei „eine Neuigkeit“ für ihn.
Kiew sei aber bereit, eine solche Waffenruhe zu befolgen, wenn auch Moskau sich daran halte, sagte er dem US-Nachrichtenportal Axios.
In der Nacht zum Montag griff die Ukraine laut Selenskyj Worten keine Ziele der Energieinfrastruktur in Russland an.
Eine „Energie-Waffenruhe“ und andere Maßnahmen „werden hier in der Realität gebraucht, nicht nur auf Truth Social“, sagte Selenskyj am Montag bei einer Sicherheitskonferenz in Warschau mit Bezug auf Trumps Onlineplattform.
Sollte sich Russland nicht an die von Trump verkündete Teil-Waffenruhe halten, werde die Ukraine weiter Ziele in Russland angreifen.
Die EU -Außenbeauftragte Kaja Kallas begrüßte die Teil-Waffenruhe, „wenn sie tatsächlich eingehalten wird“.
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