2. Fußball-Bundesliga: Hertha-Chef kritisiert Kollektivstrafen nach Krawallen
Kollektivstrafen nach Pyro-Chaos: Warum Hertha-Ultras das Spiel in Dresden boykottieren und was Geschäftsführer Görlich dazu sagt.
Hertha -Geschäftsführer Peter Görlich hat vor dem ersten Spiel der Berliner bei Dynamo Dresden nach den schweren Ausschreitungen bei der letzten Partie Kritik an den Maßnahmen des DFB-Sportgerichts geäußert.
Der 59-Jährige sagte dem „Kicker“ mit Blick auf die Krawalle beider Fanlager, dass „die Reaktionen im April beim Spiel in Dresden nicht akzeptabel“ gewesen seien.
Er erklärte aber auch: „Wir agieren in einem emotional aufgeladenen, kontroversen Handlungsfeld.
Wir alle wollen die deutsche Fußball-Kultur erhalten.
Ob Kollektivstrafen und eine Mittelalter-Rhetorik mit dem Machtwort als letzter Instanz dazu führen, diese Fußball-Kultur zu erhalten, das stelle ich infrage.“ Am Samstagabend (20.30 Uhr/RTL und Sky) treffen die Teams in Dresden wieder aufeinander.
Fanblöcke dürfen nur zur Hälfte gefüllt werden Beim Sieg der Hertha im April wurde das Spiel gleich zu Beginn fast fünf Minuten wegen des massiven Einsatzes von Pyrotechnik im Gästeblock unterbrochen.
Im dichten Nebel klauten Dynamo-Anhänger ein Hertha-Banner.
Daraufhin kam es zu Ausschreitungen im Innenraum.
Pyrotechnik wurde in beide Fanblöcke geschossen.
Die Polizei musste eingreifen, das Spiel war erneut knapp 20 Minuten unterbrochen.
Der DFB verhängte Strafen für beide Clubs.
Unter anderem dürfen die Gästeblöcke bei den direkten Duellen in dieser Spielzeit nur zur Hälfte gefüllt werden.
Die Eintrittskarten müssen zudem personalisiert ausgestellt werden.
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