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Abgeordnetenhauswahl: Clan-Mitglied bei Linken-Wahlparty – Hürden für Rot-Grün-Rot

Stern ·
Abgeordnetenhauswahl: Clan-Mitglied bei Linken-Wahlparty – Hürden für Rot-Grün-Rot

Die Linke in Berlin will die nächste Landesregierung führen.

Aber der Besuch eines Mitglieds einer arabischstämmigen Großfamilie auf einer Wahlparty und Antisemitismus-Vorwürfe könnten das erschweren.

Nach dem Wahlsieg der Linke in Berlin will deren Spitzenkandidatin Elif Eralp Regierende Bürgermeisterin werden.

Die Diskussion um ein führendes Berliner Clan-Mitglied bei einer Linke-Wahlparty und um Antisemitismus in der Partei drohen das zu erschweren.

Und auch das Linken-Ziel der Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne dürfte die Suche nach Koalitionspartnern nicht leichter machen.

Bei einer Wahlparty der Linken im Bezirk Neukölln tauchte am Wahlabend ausgerechnet ein führendes Mitglied eines Berliner Clans auf.

Die Linke in Berlin-Neukölln betonte anschließend, dass es weder politische noch persönliche Beziehungen zu der Person gebe. „Uns war die Person und ihre Anwesenheit im Speziellen nicht bekannt, sie steht nicht auf unserer Anmeldeliste.“ Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) schrieb bei X: „Dass Issa Remmo auf der Wahlparty der Berliner Linken auftaucht, ist ein verstörendes Signal.

Gerade eine Partei, die Verantwortung für unsere Stadt übernehmen will, muss unmissverständlich deutlich machen, dass es keinerlei Nähe zu Strukturen geben darf, die zur organisierten Kriminalität gehören.“ Der Neuköllner Linke-Bundestagsabgeordnete Ferat Kocak sagte auf Anfrage, er distanziere ich sich klar vom Besuch von Issa Remmo auf der Wahlparty. „Bei seinem Besuch war ich selbst nicht anwesend.“ Die Wahlparty sei öffentlich zugänglich und grundsätzlich für alle offen gewesen.

Ein dpa-Reporter wurde am späteren Abend – kurz nachdem Remmos Besuch auf der Wahlparty bekannt wurde – nicht in die Veranstaltung hineingelassen.

Großfamilie in den Schlagzeilen Die arabischstämmige Remmo-Großfamilie kam in den 80er-Jahren aus dem Libanon nach Berlin.

Zu der Familie mit inzwischen mehreren Generationen sollen einige hundert Menschen gehören.

Einen Teil von ihnen ordnet die Polizei dem kriminellen Clanmilieu zu.

Vor allem junge Männer aus der Großfamilie wurde wegen zahlreicher Verbrechen und Gewalttaten als Verdächtige gefasst und verurteilt.

Oft machten sie Schlagzeilen – etwa nach dem Diebstahl einer riesigen Goldmünze aus einem Berliner Museum.

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