Édouard Balladur: Trauer um Frankreichs Ex-Premier
Frankreichs früherer Premierminister Édouard Balladur ist am Montag im Alter von 97 Jahren in Paris gestorben.
Frankreich verliert einen seiner letzten großen Konservativen aus der Ära Mitterrand.
Édouard Balladur (1929-2026), von 1993 bis 1995 Premierminister des Landes, ist am Montag in Paris gestorben.
Er wurde 97 Jahre alt.
Die Nachricht teilte seine Familie der Nachrichtenagentur AFP mit. Öffentlich Abschied nehmen wird man von ihm nicht.
Die Trauermesse werde „im engsten Familienkreis“ abgehalten, hieß es.
Weitere Einzelheiten nannte die Familie nicht.
Macron: „Frankreich lag ihm am Herzen“ Aus der Politik kamen dennoch schnell die Würdigungen.
Präsident Emmanuel Macron nannte Balladur auf der Plattform X einen „anspruchsvollen, besonnenen und engagierten Diener seines Landes“.
Als Pariser Abgeordneter, als Minister und später als Regierungschef habe diesem treuen Vertrauten von Präsident Georges Pompidou Frankreich am Herzen gelegen.
Premierminister Sébastien Lecornu, der Balladur im April noch bei einer Militärparade im Hôtel des Invalides begrüßt hatte, schrieb ebenfalls auf X: „Er war ein Staatsmann mit progressivem Geist und wird für viele Männer und Frauen seines politischen Lagers ein Vorbild bleiben.“ Bruno Retailleau, Vorsitzender der konservativen Partei Les Républicains, hob eine andere Eigenschaft hervor.
Balladur habe zu jenen Politikern gehört, „die viel von den Wählern hielten, weil sie eine edle Vorstellung von Frankreich haben“.
Vom Élysée-Palast an die Regierungsspitze Seine Laufbahn begann Balladur an der Seite von Georges Pompidou , dessen enger Vertrauter er war und den er als Generalsekretär in den Élysée-Palast begleitete.
Ganz nach oben kam er selbst erst Jahrzehnte später und unter besonderen Vorzeichen.
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