US-Notenbank erhöht Leitzins erstmals seit 2023
Die US-Notenbank Fed hat auf die hohe Inflation reagiert und den Leitzins auf die neue Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Zuvor hatte Trump auf eine Senkung gepocht.
Im Kampf gegen die hartnäckig hohe Inflation hebt die US-Notenbank den Leitzins an. Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde am Mittwoch um einen Viertelpunkt erhöht - auf die neue Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent.
Der Druck auf die Fed mit ihrem Chef Kevin Warsh war groß, nachdem die Kerninflation ohne die schwankungsanfälligen Komponenten wie Energie und unverarbeitete Nahrungsmittel zuletzt höher als erwartet ausgefallen war und die Erwartungen einer strafferen Geldpolitik verstärkt hatte.
In Erwartung des Zinsentscheids hatten sich die Anleger an den Börsen heute mit größeren Aktienkäufen zurückgehalten. Der Dax notierte zum Handelsschluss ein halbes Prozent höher bei 25.537,75 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann genauso viel auf 6266,50 Zähler.
"Für die Fed geht es heute um mehr als nur um den Leitzins", sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst beim Broker CMC Markets, vor der Fed-Entscheidung. "Sie muss den Märkten glaubhaft vermitteln, wie sie die Inflation unter Kontrolle bringen will, ohne dabei die konjunkturellen Risiken aus den Augen zu verlieren."
Die Investoren dürften nun genau auf die Reaktionen aus dem Weißen Haus achten. US-Präsident Donald Trump hat sich wiederholt für niedrigere Zinsen ausgesprochen und erklärte im vergangenen Monat, die USA würden den Handel mit Ländern einstellen, mit denen sie ein Handelsdefizit haben, sollte die Fed die Zinsen nicht senken.
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