Millionen-Einbruch: Sparkassen-Coup: Mitte November kommt der Gutachter
Ein Gutachter soll klären, ob die Sicherheitsvorkehrungen der Sparkasse beim Millionen-Einbruch ausreichten.
Mitte November steht der Ortstermin bevor.
Knapp ein Jahr nach dem spektakulären Millionen-Einbruch in einer Gelsenkirchener Sparkasse wird ein gerichtlich bestellter Gutachter den Tresorraum und die Nebengebäude des Bankhauses untersuchen.
Das Gericht habe einen Gutachter bestimmt, dieser werde Mitte November zu einem Ortstermin kommen, sagte eine Sprecherin des zuständigen Landgerichts Essen am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur .
Mit Spezialbohrer in Tresorraum Bei dem spektakulären Einbruch hatten Unbekannte Ende 2025 mehr als 3.000 Schließfächer aufgebrochen.
Sie waren zuvor über die Tiefgarage in einen Archivraum der Bank und von dort aus mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum der Bank eingedrungen.
Der Schaden liegt nach Schätzungen insgesamt in zwei- oder sogar dreistelliger Millionenhöhe.
Mitte Juni hatten vor dem Landgericht Essen die ersten Zivilprozesse gegen die Sparkasse begonnen.
Die Kläger werfen der Bank mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen im Sparkassengebäude, im Tresorraum und in der angrenzenden Tiefgarage vor.
Die Bank weist die Vorwürfe zurück und argumentiert, die Schließfächer seien nach dem anerkannten Stand der Technik gesichert gewesen.
Kläger wollen volle Erstattung Es geht im Kern um die Höhe des Schadenersatzes für die Schließfachbesitzer.
Vertraglich ist die Erstattung eigentlich auf maximal 10.300 Euro pro Schließfach beschränkt.
Die Kläger fordern aber volle Erstattung – weil sie die Sicherheit für unzureichend halten.
Das Gericht hatte mehrere Verfahren ausgesetzt, bis ein gerichtliches Sachverständigengutachten vorliegt.
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