RTL/ntv-Trendbarometer: Nur jeder zehnte Deutsche hält Merz-Wende für möglich
Schlechte Nachrichten zum Auftakt der Kabinettsklausur in Neuhardenberg: Bundeskanzler Friedrich Merz und die Regierungsparteien kommen aus ihrem Umfragetief nicht heraus. Eine große Mehrheit der Deutschen glaubt nicht, dass sich das ändert.
Knapp zwei Wochen vor der mit Spannung erwarteten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist die politische Stimmung in Deutschland weitgehend unverändert. Vor allem Bundeskanzler Friedrich Merz ist wie einbetoniert in schlechte Zustimmungswerte.
Im aktuellen Trendbarometer von RTL und ntv steht die Zufriedenheit mit der Arbeit des Kanzlers weiterhin bei lediglich 13 Prozent. Wie in den Wochen zuvor sind 85 Prozent der Deutschen mit seiner Arbeit unzufrieden. Auch unter den Anhängern der Unionsparteien äußert eine Mehrheit von 54 Prozent Unzufriedenheit mit Merz.
Nur jeder zehnte Deutsche hält eine Wende für möglich: 11 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass es dem Kanzler gelingt, in den nächsten Monaten bei den Bürgern wieder deutlich an Vertrauen zu gewinnen. 82 Prozent glauben das nicht. Auch unter den Anhängern von CDU und CSU ist die Skepsis größer als der Optimismus.
Im Mai, als diese Frage zuletzt gestellt wurde, waren die Zahlen kaum besser. Damals glaubten ebenfalls 11 Prozent, dass der Kanzler das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen kann, 82 Prozent glaubten das nicht.
Die Werte der Sonntagsfrage sind unverändert. Würde in dieser Woche ein neuer Bundestag gewählt, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: AfD 28 Prozent (Bundestagswahl 2025: 20,8 Prozent), CDU/CSU 21 Prozent (28,5 Prozent), Grüne 16 Prozent (11,6 Prozent), SPD 12 Prozent (16,4 Prozent), Linke 12 Prozent (8,8 Prozent), FDP 4 Prozent (4,3 Prozent), Sonstige 7 Prozent.
Der Anteil der Nichtwählerinnen und Nichtwähler sowie der Unentschlossenen liegt mit aktuell 28 Prozent weiterhin deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).
Die Arbeit der Koalition bleibt für die Deutschen derweil von großem Interesse: 30 Prozent der Befragten nennen es im Trendbarometer als eines der wichtigsten Themen, gefolgt von Umwelt und Klima (25 Prozent). Dahinter kommen die allgemeine wirtschaftliche Lage und die Waldbrände in Europa mit jeweils 19 Prozent. Den Krieg in der Ukraine sehen 14 Prozent der Deutschen als eines der wichtigsten Themen.
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