Besorgniserregender Trend: Warum junge Menschen immer häufiger an Krebs erkranken
Mit Sorge beobachten Forschende seit einiger Zeit einen scheinbar unaufhaltsamen Trend: Bestimmte Tumorarten treten bei Menschen unter 50 immer häufiger auf. In manchen Ländern haben sich Krankheitsfälle zum Teil verdoppelt. Woran liegt das?
Die meisten Krebserkrankungen treten im höheren Alter auf. Doch seit einigen Jahren fällt Forschenden auf, dass bestimmte Tumoren auch bei Menschen unter 50 häufiger diagnostiziert werden als früher. Eine neue internationale Auswertung des World Cancer Research Fund International (WCRF) bestätigt diesen Trend nun für mehrere Krebsformen. Besonders deutlich zeigt er sich unter anderem bei Darm-, Nieren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die große Frage lautet dabei: Warum trifft es zunehmend auch Jüngere?
Für die Analyse werteten Fachleute der Organisation Daten zu zwölf Krebsarten aus den USA, den Niederlanden und Großbritannien aus. Als "early-onset cancer", also früh auftretenden Krebs, bezeichneten die Fachleute Erkrankungen vor dem 50. Lebensjahr. In allen drei Ländern nahm Darmkrebs in dieser Altersgruppe zu. Auch Nierenkrebs wurde häufiger diagnostiziert. Bei Frauen stiegen zudem unter anderem die Zahlen für Brust- und Gebärmutterkrebs, bei Männern je nach Land etwa für Bauchspeicheldrüsen-, Leber- oder Prostatakrebs.
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