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Sachsen-Anhalt: Tillschneider an Teilnahme an Halle-Gedenken gehindert

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Sachsen-Anhalt: Tillschneider an Teilnahme an Halle-Gedenken gehindert

Der rechtsextreme Vizepräsident des Landtags von Sachsen-Anhalt , Hans-Thomas Tillschneider (AfD), hat nicht wie geplant an der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an das rechtsextreme Attentat in Halle an der Saale teilnehmen können.

Wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Halle bestätigte, wollte Tillschneider das Gelände der Synagoge kurz vor Beginn der Gedenkveranstaltung am Mittag betreten.

Mehrere Anwesende verhinderten das, indem sie eine Menschenkette vor dem Eingang zu dem Gelände bildeten.

Es habe sich um eine spontane Versammlung gehandelt, so die Polizei.

Mitglieder der Versammlungsbehörde hätten zwischen Tillschneider und den Demonstrierenden vermittelt, die Situation sei ruhig geblieben.

Nach längerer Diskussion habe der AfD-Politiker den Ort schließlich verlassen.

Der als rechtsextrem eingestufte Landesverband der AfD in Sachsen-Anhalt gewann im September die Landtagswahl.

Tillschneider wurde am Dienstag zum Vizepräsidenten des neuen Landtags in Magdeburg gewählt.

In mehreren Veranstaltungen wurde in Halle am Freitag der Opfer des antisemitisch motivierten Anschlags an der Synagoge vor sieben Jahren gedacht.

Auch der geschäftsführende Ministerpräsident Sven Schulze und sein Amtsvorgänger Reiner Haseloff (beide CDU) nehmen am Gedenken teil.

Am 9.

Oktober 2019 hatte ein schwer bewaffneter Rechtsextremist am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht, in die Synagoge einzudringen.

Als ihm das nicht gelang, erschoss er davor eine 40 Jahre alte Passantin und in einem nahen Döner-Imbiss einen 20 Jahre alten Gast.

Auf seiner Flucht verletzte der Attentäter zahlreiche weitere Menschen, ehe er von der Polizei gefasst wurde.

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