HIV und Aids: Patient über Heilung von HIV: „Ich hab's einfach gefühlt“
Der „Zweite Berliner Patient“ wurde als einer von 13 Menschen weltweit von HIV geheilt.
Die Öffentlichkeit hat er bisher gescheut - nun ist klar, warum.
Er ist einer von weltweit 13 Menschen, die von HIV geheilt wurden, und der zweite in Berlin: Es gehe ihm „sehr gut“, sagt Thomas Kahlert, 62, der als „Zweiter Berliner Patient“ in die Medizingeschichte eingegangen ist.
2009 wurde bei Kahlert im Rahmen einer Routineuntersuchung HIV festgestellt, 2015 eine akute myeloische Leukämie, eine Form von Blutkrebs. „Das war ein ganz furchtbarer Moment.“ Schnell sei klar gewesen, dass er eine Transplantation bekommen müsse.
Bei der ersten Blutkontrolle nach der Transplantation seien keine Viren mehr nachweisbar gewesen.
Als Kahlert das erzählt, ist er sichtlich bewegt, macht er immer wieder kurze Pausen, und ringt mit den Tränen.
So gehe es ihm oft, wenn er die Geschichte erzähle, sagt er.
Aufgrund der Leukämie war neben der Chemotherapie auch eine Stammzelltransplantation notwendig.
Kahlert bekam am 14.
Oktober 2015 - also genau vor elf Jahren - Stammzellen einer gesunden Spenderin inklusive ihres Immunsystems übertragen.
Seitdem sind weder HI-Viren noch Krebszellen feststellbar - er gilt als geheilt.
Familie und Freunde wussten lange nichts Öffentlich gemacht wurde der Fall 2024, der Name des Patienten blieb damals geheim - auch weil er selbst seit 38 Jahren Mitarbeiter der Charité ist.
Lange habe niemand aus der Familie und dem Freundeskreis von der Diagnose gewusst, erzählt Kahlert, er selbst habe es verdrängt.
Er konnte aber auch, anders als viele andere Betroffene, ohne eine sogenannte antiretrovirale Therapie leben, er musste also nicht täglich Medikamente einnehmen, die ihn an die Diagnose erinnerten.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.