Kali-Bergbau: Minister: Kali-Abwasser in Grube Bischofferode einlagern
Der Kali-Bergbau gehört im thüringisch-hessischen Grenzgebiet zu den großen Arbeitgebern.
Doch die salzhaltigen Abwässer sind ein Umweltproblem.
Wohin damit? Ein Vorschlag kommt aus Thüringen.
Thüringens Umweltminister Tilo Kummer sieht in der Grube Bischofferode einen Weg, die Umwelt- und Entsorgungsprobleme des Kali -Produzenten K+S zu entschärfen.
Die Anfang der 1990er Jahre stillgelegte Kali-Grube in Nordthüringen habe noch Kapazitäten zur Aufnahme von salzhaltigen Abwässern aus den Werken im hessisch-thüringischen Kali-Revier an der Werra, sagte Kummer (Thüringen.Gerecht) der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.
Eine Nutzung dieser Kapazitäten sollte durch die zuständige Bundesgesellschaft weiterhin geprüft werden.
Die Umweltbelastung durch die Abwässer des Bergbauunternehmens K+S AG mit Hauptsitz in Kassel ist seit vielen Jahren ein Thema - vor allem die Salzbelastung von Werra und Weser.
Der Werksverbund Werra von K+S beschäftigt nach Unternehmensangaben etwa 4.700 Arbeitnehmer aus Hessen und Thüringen.
Produziert werden vor allem Düngemittel, aber auch Vorprodukte für technische und industrielle Anwendungen.
Im Südwesten Thüringens ist K+S mit den Standorten Unterbreizbach und Merkers (Wartburgkreis) einer der großen Arbeitgeber.
Kummer : Verhandlung mit Bundesgesellschaft nötig Er halte die Entsorgung von einem Teil der Produktionsabwässer von K+S in Bischofferode für einen gangbaren Weg - wenn die bundeseigene Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) zustimme, sagte der Thüringer Umweltminister.
Die LMBV sei für die sichere Verwahrung der Kali-Grube Bischofferode zuständig.
Geprüft werden sollte, Abwässer von den Kali-Halden im Umfeld von Bischofferode mit relativ geringer Salzkonzentration mit hochkonzentrierter Lauge von der Werra anzureichern und in die stillgelegte Grube einzuleiten.
Für die Einleitung ist eine gesättigte Lösung nötig, damit unterirdisch keine vorhandenen Salze ausgewaschen werden. „Wenn mit der LMBV eine Einigung möglich wäre, könnten nach meiner Information mehr als 300.000 Kubikmeter Produktionsabwässer von K+S auf diesem Weg entsorgt werden.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.